Hugo Stamm

Der Autor befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene. Er schreibt zudem für watson.ch.

Artikel des Autoren

Warum mich das "Armbrust-Sektendrama" berührt

Seit 40 Jahren gehören Sektengeschichten zu meinem Alltag. Dabei handelt es sich meist um tragische Schicksale, die Einblick in ungeahnte Tiefen seelischer Abgründe geben. Was aber in diesen Tagen beim sogenannten "Armbrust-Fall" im bayrischen Passau ans Licht gekommen ist, hat berührt wie selten zuvor ein Fall. Dies hat vor allem mit der Ohnmacht der Eltern eines Opfers zu tun.

Hokuspokus mit einem Pendel. Auch das wird auf der Messe zu sehen sein.

Der Wahn der Zürcher Esoterikmesse

Zu den stärksten Kräften unseres Bewusstseins gehört die Einbildung. Wir sind von Ängsten und Sehnsüchten gesteuert, weshalb unser Hirn Bilder, Ideen und Hoffnungen produziert, die aus tiefen unbewussten Schichten stammen und oft wenig mit den eigentlichen Lebensumständen oder der realen Welt tun haben. Die Folge: Der Aberglaube beherrscht unser Denken.

Frank Willy Ludwig

Braune Esoteriker im Berner Oberland

Für ausländische Rechtsradikale, Rassisten, Verschwörungstheoretiker und Antisemiten ist die Schweiz eher ein steiniger Boden. Unser stabiles politisches System verhindert die Bildung von grossen braunen Zellen und Bewegungen. Doch es gibt auch hier Menschen, die sich nach einem starken Führer, radikalen Strukturen und völkischen Ideologien sehnen. Diese lassen sich gern von deutschen Aufwieglern radikalisieren.

Männer in bunter Kleidung

Für viele Kirchen ist die Homosexualität immer noch des Teufels

Gott hat bekanntlich Adam und Eva erschaffen. So macht es uns die Bibel weis. Um sich vermehren zu können, ergänzten sie sich körperlich. So weit, so klar. Doch im Lauf der Fortpflanzung gab es Männer, die keine Lust hatten, eine Frau zu bezirzen und zu begatten. Sie trieben es lieber mit Männern. Und es gab Frauen, die sich beim Anblick eines nackten Mannes unwohl fühlten.