Gesellschaft

Thomas Strobl (CDU)

Meisen bei Menschberger

Was die diversen Schwatzbuden im abendlichen Fernsehen betrifft ist man ja Kummer gewohnt. Bei der gestrigen Talkrunde – nein, nicht bei Maischberger – bei Maybrit Illner zu dem Thema "Wer folgt noch Angela Merkel?" hatte sich eine zugegeben eher wenig illustre Runde versammelt. Dennoch hoffte man, die Zeit bis zum Umschalten zu Dieter Nuhr mit einer zumindest halbwegs erhellenden Debatte überbrücken zu können. Nun soll an dieser Stelle keine Kritik an besagter Sendung erfolgen, denn sie war es vielleicht gar nicht wert, viele Worte über sie zu verlieren.

Premierenblumen für den Filmemacher:  Peter Bringmann-Henselder

Filmpremiere "Eine ganz normale Kindheit"

In der URANIA Berlin zeigte der Filmemacher Peter Bringmann-Henselder, selber ein ehemaliges Heimkind, seine Dokumentation über evangelische, katholische und städtische Kinder-, Waisen- und Behinderten-Einrichtungen in Ost- und Westdeutschland. Lange Zeit, so sagt der Filmemacher, hat man die Heimkinder zum Schweigen gebracht. "Jetzt reden wir!" ist der Tenor seines Filmes.

"Handwörterbuch rechtsextremer Kampfbegriffe"

Bente Gießelmann u.a. haben ein "Handwörterbuch rechtsextremer Kampfbegriffe" herausgegeben, das über zentrale Begriffe aus dem gemeinten politischen Lager und deren ideologische und strategische Hintergründe informiert. Durch die einheitliche Struktur der einzelnen Beiträge ist ein nützliches Nachschlagwerk entstanden, das im Bereich der politischen Bildung wie der sozialwissenschaftlichen Forschung gut genutzt werden kann.

Keita an seiner Arbeitsstelle

Der geduldete Steuerzahler

Vor eineinhalb Jahren berichtete der hpd schon einmal über Keita, einem jungen Mann aus Guinea, der seine Heimat, auf der Suche nach einem besseren Leben, verlassen hat. Damals hatte er große Pläne, welche die Menschen, die ihn kannten und ihm zur Seite standen, das eine oder andere Mal zweifeln ließen. Doch alle wurden eines besseren belehrt. Keita hat es angepackt, mit ein wenig Hilfe und großem Ehrgeiz weit gebracht. Er hat trotz der negativen Stimmung in Deutschland die letzten Monate für seine Integration und die Aus- und Weiterbildung erfolgreich genutzt.

BAMF verlagert eigene Fehler an Gerichte

Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat in einer Presseerklärung mitgeteilt, dass sich beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sich in den letzten Monaten Asylentscheidungen häufen, die extrem mängelbehaftet sind. Es wird der Vorwurf erhoben, dass das Bundesamt die ihm aufgetragene Arbeit systematisch den Verwaltungsgerichten aufbürdet.

Stefan Niggemeier im Dezember 2014 in Frankfurt am Main

Journalisten müssen ihr "Nein" heute besser begründen als früher

Professionelle Medien sind in ihrer Berichterstattung demokratischen und freiheitlichen Werten verpflichtet, auch wenn sie dadurch bestimmte Protagonisten oder Positionen ausschließen, findet der Journalist und Medienkritiker Stefan Niggemeier. Dabei müssten Journalisten aber immer transparent machen, warum sie sich dafür entscheiden, mögliche Gesprächspartner anders zu behandeln als andere.

Es braucht mehr Religion, um Extremismus zu bekämpfen

Von allen Seiten her wird seit einigen Monaten ein neues Patentrezept angepriesen, mit dem der gefühlt wachsende Einfluss des Islam in unserem "christlichen" Deutschland zurückgedrängt werden soll. FAZ, WELT, SZ und andere überbieten sich mit mehr oder weniger wirren Konzepten und Erklärungen, warum die Rückkehr der deutschen Bevölkerung in die Kirchen der "Islamisierung des Abendlandes" Einhalt gebieten soll und wird.

Die Dschihad-Subkultur im Westen

Daniela Pisoiu sieht in der "IS-Generation" eine politische Subkultur als Widerstand gegen den politischen Mainstream. Tiefe religiöse oder ideologische Kenntnisse scheinen zweitrangig zu sein. Die Priorität liegt auf sofortigem Handeln.