Religionen

Christen in Köln sind ab jetzt eine Minderheit

Im statistischen Jahrbuch der Stadt wird es nach seiner Fertigstellung schwarz auf weiß stehen: Nur noch 49,3 Prozent der Kölner gehören einer christlichen Kirche an. Das "Säkulare NetzWerk NRW" freut sich über die Entwicklung und sieht dies als Chance, seine Forderungen für die Trennung von Staat und Kirche durchzusetzen. Auch die christlichen Kirchen zeigen sich trotz des Rückgangs ihrer Schäfchen optimistisch.

Der Gott kennt keine Moral

Die Idee der Menschenrechte wurde über Jahrhunderte gegen den brutalen Widerstand der Kirchen durchgesetzt. Heute tun Berufschristen gern so, als hätten sie sie erfunden. Menschenwürde, las man kürzlich wieder, leite sich aus der "Ebenbildlichkeit" der Menschen mit Gott ab. Das ist natürlich grober Unfug. Denn das Konzept "Gott" ist per se ein unsoziales und moralfreies.

Screenshot

Die unsägliche Story des Ivo Sasek

Ein Dokumentarfilm entlarvt den Gründer der "Organischen Christusgeneration" als Verschwörungstheoretiker. Der ehemalige Autoverkäufer Ivo Sasek sieht sich als Gesandter Gottes oder alleiniger Apostel, der die Rechtgläubigen vor der kommenden Apokalypse retten und ins Heil führen muss.

Auf dieser Party wird vermutlich wenig über "Gott" gesprochen

Der Heide ist kein Atheist

Der ZEIT-Autor Raoul Löbbert findet das "alltägliche Christen-Bashing" niveaulos. Er fühlt sich diskriminiert und schreibt: "Wer heutzutage sagt, dass er an Gott glaubt, wird schnell blöd angemacht." Das kann nicht unkommentiert bleiben, meint hpd-Autor Ralf Rosmiarek.

Die zwei Gesichter der Religiosität

Religiösen Menschen werden oftmals sehr positive Eigenschaften wie vermehrte Hilfsbereitschaft, Altruismus oder Empathie zugeschrieben. Befasst man sich näher mit der Materie, bekommt man jedoch ein anderes Bild vermittelt. Die Autorin hat ihre Bachelorarbeit mit dem Titel: "Der Zusammenhang zwischen Religion bzw. Religiosität und prosozialen Tendenzen: Ein systematisches Review der empirischen Forschungsliteratur" für den hpd zusammengefasst.