Forschung

Schimpansengruppe im Leipziger Zoo

Die Sprache der Schimpansen

Verglichen mit dem komplexen Sprachgebrauch des Menschen erscheint Tierkommunikation einfach. Wie sich unsere Sprache aus einem so einfachen System entwickelt haben könnte, blieb jedoch bisher ungeklärt. Nun zeichneten Forschende tausende Lautäußerungen freilebender Schimpansen in Taï (Elfenbeinküste) auf. Sie konnten nachweisen, dass die Tiere Hunderte von verschiedenen Lautsequenzen produzierten, die aus bis zu zehn unterschiedlichen Rufen bestanden.

Symbol der Illuminaten

Wie Religion und Verschwörungsglaube zusammenhängen

Gott oder die Illuminaten – dass verborgene Mächte die Geschicke der Welt leiten, gehört zu den zentralen Vorstellungen sowohl bei religiös Gläubigen als auch bei Anhängern von Verschwörungserzählungen. Tatsächlich tendieren Verschwörungsgläubige oft auch zu Religiosität – weil beide Überzeugungen einander in kognitiver Hinsicht ähneln.

Amerikas heimliche Atheisten

Auch in "God's own Country" bröckelt der religiöse Glaube. Immerhin drei von zehn Befragen in den USA bezeichnen sich laut einer Studie von 2021 als atheistisch beziehungsweise agnostisch oder rechnen sich keiner bestimmten Religion zu. Der wirkliche Anteil ist wahrscheinlich noch höher.

Entgeht das Spike-Protein dem Immunsystem dank eines Faltmechanismus?

Forschende des Max-Planck-Instituts für medizinische Forschung in Heidelberg und Kollaborationspartner am Max Planck-Bristol Center for Minimal Biology an der Universität Bristol haben einen neuen Ansatz zur Untersuchung von Sars-CoV-2 entwickelt. Für die systematische und standardisierte Erforschung des Coronavirus bauten sie minimalistische synthetische Viruspartikel, in die sie unterschiedliche Strukturen des Sars-CoV-2-Virus wie das Spike-Protein integrieren können. Bei ihrer Forschung entdeckten sie einen Faltmechanismus des Spike-Proteins, durch den das Virus für das Immunsystem des Wirts "unsichtbarer" wird.

Der Wald wandelt das Klima

Wälder können große Mengen Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernen – so weit herrscht Konsens in der Wissenschaft. Streit gibt es jedoch darüber, wie der Wald dem Klimaschutz mehr dient: Wenn er nachhaltig bewirtschaftet wird oder wenn er sich selbst überlassen bleibt.

Rote Ampel

Kollektives Regelbrechen

Maskenverweigerung, gewalttätige Corona-Proteste, der Sturm auf das Capitol in Washington – es gibt einige aktuelle Beispiele für das kollektive Regelbrechen. Jens Krause, Professor an der Humboldt-Universität Berlin (HU Berlin) und am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) sowie APL-Professor an der Technischen Universität Berlin, hat gemeinsam mit Marcel Brass, Einstein-Professor für soziale Intelligenz an der HU Berlin, in der Fachzeitschrift Trends in Cognitive Science eine Übersichtsstudie über den sozialen Einfluss von Regelverstößen veröffentlicht. In einem Interview erläutern die beiden Forscher, warum Regelbruch ansteckend ist und wie man das Wissen darüber nutzen kann, um ihn zu verhindern.

Femizide: Umfassende Studie zur Tötung von Frauen in Deutschland

Wenn Frauen zu Todesopfern von "Eifersuchtsdramen", "Familientragödien" oder "Ehrenmorden" werden, ist ihre Geschlechtszugehörigkeit oft ein wesentlicher Bestandteil der Tatmotive. Expert*innen des Instituts für Kriminologie der Universität Tübingen und des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen durchleuchten Taten, Tatmotive und Rechtsprechung auf breiter Datengrundlage.

Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana)

Pflanzen vermeiden gefährliche Mutationen

DNA-Mutationen treten nicht so zufällig auf, wie bisher angenommen wurde. Dies zeigen neue Forschungsergebnisse des Max-Planck-Instituts für Biologie Tübingen und der University of California Davis in den USA. Die Ergebnisse können unsere Sichtweise der Evolution drastisch verändern. Die Erkenntnisse haben weitreichende Auswirkungen, von besseren Kenntnissen über die Domestizierung von Nutzpflanzen bis hin zu Vorhersagen über die Mutationslandschaft bei Krebserkrankungen.

Die Aliens und der liebe Gott

Mit dem Start des James-Webb-Weltraumteleskops Ende Dezember ist die Suche nach Leben im Weltall wieder einmal ins öffentliche Interesse gerückt. Doch wie wird die Menschheit reagieren, wenn wir tatsächlich auf Außerirdische stoßen? Wie jetzt bekannt wurde, unterstützte die NASA bereits 2015 ein 24-köpfiges Fachteam, das dieser Frage aus theologischer Sicht nachging. Einer von ihnen war der Theologe Andrew Davison, der sich durch einen Erstkontakt mit ET einen Boom religiöser Glaubenslehren in der Bevölkerung erhofft.