Rezension

In Mexiko – Reise durch ein hitziges Land

Das neueste Werk von Andreas Altmann "In Mexiko – Reise durch ein hitziges Land" erscheint am heutigen Dienstag als sein mittlerweile einundzwanzigstes Buch. Damit setzt er ein beachtliches Lebenswerk fort, mit unaufhörlichem Antrieb und auf der Suche nach Geschichten. Er bekommt sie, zahlreiche. Dieses Mal aus Mexiko.

Stephen Hawking

Hawking in der Nussschale

Es ist ein kleines Büchlein, aber beileibe kein Leichtgewicht! Der weitum bekannte und geschätzte Wissenschaftsblogger, Buchautor und Science Buster Florian Freistetter stellt auf 109 kleinformatigen Seiten wieder einmal unter Beweis, dass er es wie kaum ein Zweiter versteht, auch komplizierte wissenschaftliche Sachverhalte gut zu erklären und einem breiten Publikum interessant nahe zu bringen.

Globaler Antisemitismus

Der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn legt mit seinem Buch "Globaler Antisemitismus. Eine Spurensuche in den Abgründen der Moderne" eine Erörterung zur Judenfeindschaft als Teil einer Ambivalenz der Moderne vor. Insofern geht es ihm mehr um eine geschichtsphilosophische Erörterung, weniger um einen empirischen Vergleich – gleichwohl liefert der Autor eine Fülle von diskussionswürdigen Interpretationen, auch und gerade bezogen auf den israelfeindlichen Antisemitismus.

Warum werden Frauen Dschihadistinnen?

Die beiden jordanischen Islamismus-Experten Hassan Abu Hanieh und Mohammad Abu Rumman legen mit "Dschihadistinnen. Faszination Märtyrertod" eine Studie mit Fallbeispielen zum Thema vor. Auch wenn es sich nicht um eine repräsentative Arbeit handelt und ein rundes, einfaches Ergebnis ausbleibt, werden anhand von konkreten Personen viele individuelle Entwicklungswege anschaulich aufgezeigt und untersucht.

Ausschnitt aus dem Buchcover

NSU-Serienmorde – Das Scheitern der Sicherheitsbehörden

Der Journalist Tanjev Schultz geht in seinem umfangreichen Buch "NSU. Der Terror von rechts und das Versagen des Staates" dem Scheitern der Sicherheitsbehörden bei den gemeinten Morden der Neonazis nach. Es handelt sich um eine ausführliche Beschreibung, der es an einer systematischen Analyse mangelt, gleichwohl vermeidet der Autor wilde Spekulationen und Verschwörungsvorstellungen.

Die Abgehobenheit der Eliten – aus soziologischer Sicht

Der Elitenforscher und Soziologe Michael Hartmann problematisiert in seinem Buch "Die Abgehobenen. Wie die Eliten die Demokratie gefährden" die gesellschaftlichen Folgen von sozialer Exklusivität der Mächtigen im Lande. Was zunächst wie ein Diskursbeitrag zum Populismus klingt, kann sich auf fundierte sozialwissenschaftliche Studien stützen – und geht einher mit beachtenswerten politischen Warnungen.

Realsozialistisches Paradies oder Zoopolis?

Ingo Schulze hat eine in mehr als einer Hinsicht traumhafte Erzählung über den Berliner Tierpark geschrieben. Hier konnte sie stattfinden: Die Versöhnung zwischen Traum und Phantasie einerseits und realer Vergangenheit andererseits. Wir erfahren Überraschendes von menschlichen und tierischen Parallelwelten, die in Wirklichkeit weit entfernt davon sind, sich zu begegnen, nicht jedoch in der Welt der Phantasie.

Endstation Brexit

Ein junger Historiker – nach eigener Definition "Geschichtenerzähler" – lädt ein, ihn auf einer unterhaltsamen Reise durch die Geschichte (Groß)Britanniens zu begleiten. Von den dunklen Anfängen bis zum Brexit, den er als vorläufigen Höhepunkt einer immer unberechenbar gebliebenen Mentalität "dieses merkwürdigen Inselvolkes" wahrnimmt, wobei er zeigen will, dass es in dessen Geschichte bereits zahlreiche ähnliche Weggabelungen mit wechselhaften Beziehungen zu Europa gab und der Brexit somit auch keine allzugroße Überraschung darstellt.