Wissenschaft

"March for Science" 2017 in Berlin

March for Science 2018

Der "March for Science" brachte im vergangenen Jahr weltweit über eine Million Menschen auf die Straßen. Allein in Deutschland demonstrierten über 37.000 Menschen an 22 Orten für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung. In diesem Jahr werden am 14. April Demos und Veranstaltungen in mindestens 15 deutschen Städten stattfinden. Wie bereits im vergangenen Jahr wird die Giordano-Bruno-Stiftung den "March for Science 2018" nicht bloß ideell, sondern auch finanziell unterstützen.

Mopsfledermaus

Die Schliche der Fledermäuse

Auch Mopsfledermäuse schleichen sich an ihre Beute heran, nicht anders als Löwen oder Hauskatzen. Das müssen sie, denn ihre Beute, eine Nachtfalterart, die Hausmutter, kann hören. Die Fähigkeit hat sie eigens entwickelt, um ihren Fressfeinden zu entkommen. Diesem evolutionären Wettrüsten einer Jäger-Beute-Beziehung ging man im Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen nach.

Großer Backenzahn aus dem Oberkiefer eines Neandertalers aus Spy in Belgien.

Neue Einblicke in die späte Geschichte des Neandertalers

Forscher am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben die Genome von fünf Neandertalern sequenziert, die vor 39.000 bis 47.000 Jahren lebten. Den Analysen zufolge sind diese späten Vertreter ihrer Art enger mit den Neandertalern verwandt, die Erbgut zu unseren modernen menschlichen Vorfahren beigetragen haben, als ein älterer Neandertaler aus dem Altai-Gebirge, dessen Genom die Forscher zuvor sequenziert hatten. Die neue Untersuchung liefert auch Hinweise darauf, dass gegen Ende der Neandertaler-Geschichte ein Bevölkerungsaustausch stattgefunden hat.

Miniaturwerkzeuge aus Feuerstein

Älteste menschliche Genome aus Afrika analysiert

Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung mehrerer Max-Planck-Wissenschaftler hat Genome menschlicher Überreste aus Marokko sequenziert, die rund 15.000 Jahre alt sind. Es handelt sich dabei um die älteste Kern-DNA aus Afrika, die jemals erfolgreich analysiert wurde. Das genetische Erbe der aus der Mittleren Steinzeit Afrikas stammenden Menschen ähnelt teilweise dem der damaligen Bevölkerungsgruppen im Nahen Osten, teilweise gleicht es dem von Menschen, die heute südlich der Sahara leben.

Stephen Hawking mit einem Buch über sein Werk von unserem Autor Rüdiger Vaas.

Stephen Hawking war ein Vorbild als Forscher und Mensch

Stephen Hawking, der zurecht berühmteste Wissenschaftler unserer Zeit, ist tot. Hier folgt ein persönlicher Nachruf von Rüdiger Vaas, Redakteur für Astronomie und Physik beim populärwissenschaftlichen Monatsmagazin bild der wissenschaft. Er hatte Hawking mehrfach persönlich getroffen und gesprochen, vier Bücher und zahlreiche Artikel über Hawkings Leben und Forschungen geschrieben. 

Goldfund

Alte Genome beleuchten Vorgeschichte Südosteuropas

Eine in der Zeitschrift Nature veröffentlichte Studie alter Genome beleuchtet erstmals detailliert die genetische Geschichte Südosteuropa vor und nach Einführung der Landwirtschaft durch anatolische Bauern. Für die zweitgrößte veröffentlichte Studie dieser Art analysierte ein internationales Forschungsteam das Erbgut von 225 menschlichen Skeletten. Diese Individuen lebten teils vor und teils nach dem Epochenwechsel in Südosteuropa – einer Region, für die bislang kaum genetische Daten aus der Vorgeschichte zur Verfügung standen.