Wissenschaft

Wettstreit der gefiederten Baumeister

Jeder Mensch ist ein Künstler, mit diesem Credo war Josef Beuys in den Siebzigern noch ein Bürgerschreck. Damit, dass selbst Schimpansen Kunst machen können, überraschte Desmond Morris die Öffentlichkeit schon 1964, nachdem er an seinem Zögling Congo ein Gefühl für Symmetrie und Harmonie und Lust am Malen beobachten konnte. Und nun auch Vögel? Janine Burke ist in ihrem Buch "Nest. Kunstwerke der Natur" davon überzeugt: Auch Vögel machen Kunst.

Schimpansen bei der gegenseitigen Fellpflege.

Eifersüchtige Menschenaffen?

Menschen schließen nicht nur komplexe und lang anhaltende soziale Beziehungen mit Freunden, Familie und romantischen Partnern. Sie registrieren auch mögliche Bedrohungen, denen diese Beziehungen ausgesetzt sind, und schützen sie eifersüchtig vor Außenseitern. Menschen beobachten auch Veränderungen im Beziehungsgeflecht um sie herum und versuchen Bündnisse zu verhindern, die ihnen langfristig schaden könnten.

Bereits sechs Monate alte Babys können die Wahrscheinlichkeit abschätzen, mit sie einen Ball einer bestimmten Farbe erwarten.

Kleinkinder können Wahrscheinlichkeiten abschätzen

Eine der wichtigsten Fähigkeiten unseres Gehirns ist es, aus wenigen vorhandenen Daten allgemeine Schlussfolgerungen über unsere Umgebung zu ziehen, um so möglichst viele Unsicherheiten zu vermeiden. Dafür schätzt es ständig ab, wie wahrscheinlich ein Ereignis ist und erkennt so statistische Regelmäßigkeiten. Als Erwachsene haben wir so eine grobe Vorstellung über die Wahrscheinlichkeit verschiedener Geschehnisse. Bisher war jedoch unklar, ab welchem Alter wir in der Lage sind, Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen.

Tapanuli-Oran-Utan

Gerade entdeckt und bald ausgestorben?

Gerade erst entdeckt könnten sie in nur wenigen Jahrzehnten ausgestorben sein. Schon 1997 gab es erste Hinweise auf eine dritte Orang-Art im Dschungel Indonesiens. Die Gen-Sequenzierung von 37 Individuen durch das Institut für Evolutionäre Anthropologie und Genomik in Zürich und das Deutsche Primatenforschungszentrum in Göttingen brachten nun die Bestätigung. Doch von den Tapanuli-Orangs gibt es nur noch rund 800 Exemplare.

Kookoburra  (Dacelo novaeguineae)

Helfer dürfen bleiben

Bei etwa neun Prozent aller Vogelarten erhalten Elterntiere Unterstützung bei der Brutaufzucht durch Artgenossen. Nur in etwa zehn Prozent der Fälle davon sind die Helfer Verwandte. Was bewegt sie dazu, fragt Sjouke Kingma von der Universität Groningen in einem Aufsatz der Zeitschrift "Nature Communications". Er nahm 44 Vogelarten genauer unter die Lupe.

Waldspitzmaus. Der Energiebedarf der winzigen Säuger ist so hoch, dass sie bereits nach wenigen Stunden ohne Nahrung verhungern.

Spitzmäuse schrumpfen im Winter und wachsen im Sommer

Bei Waldspitzmäusen schrumpft der Schädel im Winter um bis zu 15 Prozent, um dann im Frühjahr wieder um bis zu neun Prozent zu wachsen. Die Tiere verlieren insgesamt fast ein Fünftel ihres Körpergewichts über den Winter, verdoppeln ihr Gewicht dann aber im Frühjahr wieder. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell und Seewiesen haben herausgefunden, dass nicht nur die Knochen, sondern auch Organe und sogar das Gehirn abgebaut werden. Vermutlich sichert die Schrumpfung den Tieren mit ihrem hohen Stoffwechsel das Überleben in den kargen Wintermonaten.

Entwicklung in der Endlosschleife

Um Intrigen aus dem Weg zu gehen, zog er sich aus Athen zurück auf die Insel Lesbos. Dort beobachtete der erste Philosophieprofessor der Geschichte die Seeigel im Hafenbecken und an der Lagune im Osten des Eilands die Vögel auf ihrer Durchreise in den Süden und begründete gleich noch die Biologie. Neun biologische Werke hat er verfasst. Carl von Linné und Georges Curvier haben ihn gelesen und seine Systematik übernommen. Es fehlt nicht viel, und Aristoteles wäre noch auf das Prinzip der Evolution gekommen.