Vielen Dank für Ihre Antwort.

@Redaktion: vielen Dank für die Ermöglichung, die Debatte ist schon länger etwas sehr abwegig vom obigen Artikel und muss ein Ende finden.

Ich hau trotzdem nochmal kurz was raus dazu:

1.) Das ist richtig, Beurteilungen wie "böswillig" hängen vom eigenen Standpunkt ab und sind nicht objektiv. Zum Standpunkt gehört hier z.B. ein Wertekanon. Nimmt man den freiheitlich-westlichen, kann man das "böswillig" aber durchaus nachvollziehen.

Hybrider Krieg liegt m.A.n. vor, wenn ein Staat ohne Kriegserklärung schädliche Aktionen in einem anderen Land ausführt (Sabotage, Drohnenangriffe gegen Infrastruktur oder Menschen, aber auch Desinformation, politische Störmanöver durch Bestechung und Agenten), diese Taten geheimdienstlich ausführt und verschleiert und auch deren Urheberschaft abstreitet.

2.-4.) Es wird ja weiterhin ermittelt und scheinbar gibt es inzwischen Hinweise und deutlichere Indizien (oder Beweise?) für z. B. die Drohnen auf dem Flughafen Leipzig. Es dauert eben manchmal seine Zeit. Da sollte man also auch nicht einfach so pauschal behaupten, dass es keine Beweise gäbe. Am Ende wird es (hoffentlich) eine internationale Gerichtsverhandlung geben und das ist dann schon was anderes als das Beispiel Hexerei.

Ich verstehe nicht, was daran falsch sein soll, wenn der Ukraine bei ihrer Verteidigung geholfen wird? Natürlich gehören dazu auch gezielte Gegenattacken. Die BRD ist sozusagen auch im Verteidigungskrieg gegen Rußland (Stichwort Hybrider Krieg) nur wird das von der Politik (noch) nicht klar genug an die Bürger:innen vermittelt.

Im Übrigen zweifle ich eher an Infos aus Quellen oder Medien autoritärer Staaten, als von Demokratien, wo Informationen immer frei überprüfbar und kritisierbar sind.

5.) Die Regierung/Politik macht ihre Arbeit und teilt darüber mit, was sie für notwendig hält. Das muss man nicht glauben, nur richtig einordnen: die Opposition behauptet was Anderes als die Regierung, alle machen ständig Wahlkampf usw. Das Tatsächliche berichten vielmehr guter Journalismus und die Wissenschaft. Und daran hält sich "die Politik" der BRD leider viel zu wenig - aber auch viele Bürger:innen sind da auf Abwegen, meine ich...

Ich bin auch dagegen, vorschnell in schwarz oder weiß zu kategorisieren, aber: bei einem völkerrechtswidrigen Angriff auf ein anderes Land gibt's wenig Raum für Grautöne, oder?
Niemand will Krieg - aber Verteidigung muss möglich sein. Jeglicher naiver Pazifismus wird in dieser heutigen Welt einfach nur verlieren. Man schaue auf das Gewaltverbot im Christentum: das wurde von der Kirche NIE praktiziert, es passte nämlich einfach nicht zur Realität. Ha ha.

6.) Ich bin in keiner russischen Telegram-Gruppe und wie soll ich nun wiederum Ihre Aussage überprüfen? Jedenfalls ist Russland kein Land, in dem freie Meinungsäußerung, freie Presse und Kritik am Staat/System Putin möglich ist. Darauf wollte ich eigentlich hinaus. Dass die Russ:innen womöglich trotzdem ihre Wege zu kritischer Diskussion finden, ändert da rein gar nichts und ist kein Argument.

7.) Nun ja, die Gefahr besteht, sich in einem völligen Relativismus zu verlieren. Daher baue ich meinen Standpunkt dann doch lieber auf guten (freiem) Journalismus und Wissenschaft - weniger auf Äußerungen meiner Regierung, und schon gar nicht auf Fake-Infos aus den a-sozialen Netzwerken und youtube. Und erst Recht nicht auf Aussagen von Führern autokratischer Staaten oder von diesen gelenkten Medien.

Für mich sind es die sogenannten "westlichen Werte" wie Demokratie, Freiheit, Gleichheit, unabhängige Justiz, Teilhabe, Bildung, freie und unabhängige Medien usw., die extern von autokratischen Schurkenstaaten und intern durch Extremismen (wenig von links, aber viel von rechts und islamistisch) bedroht werden.

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Klartext

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.