Armin Pfahl-Traughber

Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber, Jg. 1963, ist hauptamtlich Lehrender an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung mit den Schwerpunkten "Politischer Extremismus" und "Politische Ideengeschichte". Außerdem gibt er seit 2008 ebendort das "Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung" heraus.

Artikel des Autoren

Heinz-Werner Kubitzas neues "Jesus"-Buch

Die Dekonstruktion einer Lichtgestalt

Heinz-Werner Kubitza, ein promovierter Theologe, der mit der Kirche brach, nimmt in seinem neuen Buch "Jesus ohne Kitsch. Irrtümer und Widersprüche eines Gottessohns" eine Dekonstruktion des genannten "Propheten" vor. Dabei stützt sich der Autor auf eine Fülle von Bibel-Zitaten und macht insbesondere bei den Ausführungen zur Ethik von Jesu viele problematische Positionen aus, was dem Buch eine aufklärerische Dimension verleiht.

Rezension

Essays gegen die Orientierungslosigkeit

Der ehemalige SPD-Grundsatzreferent Nils Heisterhagen legt mit "Das Streben nach Freiheit. Essays gegen die Orientierungslosigkeit" kürzere politische Kommentare aus der Zeit zwischen 2013 und 2019 vor. Es gibt viele Allgemeinheiten und Wiederholungen, gelegentlich aber auch Innovationen und Zuspitzungen, welche in einem eigenen Buch mit klarer Struktur besser aufgehoben gewesen wären.

Donald Trump mit Teufelshörnern und gespaltener Zunge

Rezension

Populismus in den USA und Lateinamerika

Die Historikerin Ursula Prutsch blickt in ihrem gleichnamigen Buch auf den historischen und gegenwärtigen "Populismus in den USA und Lateinamerika". Dabei beschreibt sie kenntnisreich und locker populistische Akteure, wovon einige in Deutschland weniger bekannt sind, nimmt aber dann doch keinen systematischen Vergleich vor, wofür sie aber einen zehnteiligen Kriterienkatalog entwickelt hat.

Rezension

Der Islamismus als Totalitarismus der Zukunft

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 kam die Rede von einem nach Nationalsozialismus und Stalinismus kommenden "dritten Totalitarismus" (Yehuda Bauer) auf, wodurch sich die Frage stellte: Ist der Islamismus der Totalitarismus der Zukunft? Boualem Sansals Dystopie "2084" beantwortet die Frage mit einem "Ja".

Rezension

Allen zu Diensten – Geschichte eines Geheimagenten

Der Historiker Bodo von Hechelhammer beschreibt in "Spion ohne Grenzen. Heinz Felfe – Agent in sieben Geheimdiensten" das Leben des Genannten, der sowohl für den BND wie für den KGB arbeitete. Der Autor arbeitet in der Biographie auf Grundlage von intensivem Quellenstudium einen früheren Skandal auf, wobei tiefe Einblicke in den Lebensweg eines Opportunisten deutlich werden.

Erik Olin Wrights Vermächtnis

Das Konzept eines demokratischen Marktsozialismus

Dass ein demokratischer Marktsozialismus möglich sei, ist die Kernaussage in "Linker Antikapitalismus im 21. Jahrhundert" von Erik Olin Wright. Der im Januar 2019 verstorbene marxistisch geprägte US-Soziologe präsentierte darin seine Grundpositionen zu einer angestrebten gesellschaftlichen Transformation, was in gut verständlicher Form und in systematischer Weise geschieht.

Sama Maanis kritische Reflexionen

Warum Linke nicht so gut über den Islam reden können

Der österreichische Psychoanalytiker Sama Maani hat in dem kleinen Büchlein "Warum wir Linke über den Islam nicht reden können" einige Essays zum Thema versammelt. Diese machen deutlich, dass nicht wenige Liberale und Linke selbst rassistische Positionen reproduzieren und bei all dem nicht selten eine emanzipatorische Religionskritik aufgeben.

Das Symbol der Freimaurer auf einem Grabkreuz.

Warum begeistert man sich für Konspirationsvorstellungen?

Funktionen von Verschwörungsideologien

Auch wenn Konspirationsvorstellungen meist nur falsche und/oder unterkomplexe Deutungsversuche für die soziale Realität sind, fanden und finden sie immer wieder gläubige Anhänger. Warum ist das so? Sie haben für ihre Anhänger und Propagandisten einen Nutzen. Oder simpler formuliert: Es bringt ihnen etwas!