Richtige Aussage, müsste aber wissenschaftlich präziser gefasst sein, denn man kann nur in Geisteswissenschaften etwas beweisen. In Naturwissenschaften (zu denen die Suche nach einem Gott gehört) braucht es Belege, um eine These zu verifizieren. D. h. es müsste etwas unstrittig Physisches von einem "Gott" erhalten sein, um ihn zu belegen.
Ein Mangel an Belegen - zum Beispiel kein Beleg - führt immer zum Verwerfen einer Arbeitshypothese (nichts mehr sind sogenannte heilige Schriften). Das haben auch die frühen Kirchenleute geahnt und daher massenhafte Fälschung von Reliquien beauftragt. Auch die als Pseudepigraphen geschriebenen, biblischen Bücher sind wissentliche Fälschung, weil die echten Autoren natürlich wussten, was sie taten. Man muss hier nicht von Irrtümern ausgehen (die mögen im Volksmund zur Ausformung bestimmter Legenden beigetragen haben), sondern alle Behauptungen "göttlicher Begegnungen" sind freie, dichterische Erfindung, um eine patriarchale Gesellschaftsform "von oben" zu legitimieren.
Daher auch die bis heute in Teilen vorhandene Wissenschaftsfeindlichkeit, da sich Ideologien nicht belegen lassen, man aber gleichzeitig auf die "Realität Gottes" beharrt. Wäre er nach wissenschaftlichen Prinzipien infrage zu stellen, wäre das Haus Gottes massiv einsturzgefährdet - oder eben auch nicht, weil es nie existierte...