Finanzen

Das "11. Gebot" in Münster

Kaum Umsatz in Münster beim Katholikentag

Wenig überraschend für Kritiker der millionenschweren Zuschüsse zu Kirchentagen kam neulich die Meldung der örtlichen Tageszeitung Westfälische Nachrichten, dass die Geschäfte in Münsters Innenstadt während des Katholikentags Anfang Mai 2018 weitgehend leer blieben.

Wegen Spende der Sparkassenstiftung an Katholikentag:

Strafanzeige gegen Münsters Oberbürgermeister

Die Kunstaktion "11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!" stellt wegen des Verdachts der Untreue Strafanzeige gegen die Mitglieder des Kuratoriums der Stiftung der Sparkasse Münsterland-Ost, insbesondere gegen Markus Lewe, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Sparkassenstiftung und zugleich Oberbürgermeister der Stadt Münster.

Frankfurter Römer

Frankfurt am Main zahlt 4,9 Millionen Euro für Kirchentag

Konfessionslose gegen Zuschuss für Frankfurter Kirchentag

Das Stadtparlament von Frankfurt am Main hat auf seiner Sitzung am 1. März 2018 den Plänen des Magistrats zugestimmt, den Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt mit 4,9 Millionen Euro zu bezuschussen. Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) Hessen kritisiert die Bezuschussung.

Kommentar

Von Sparern und Zockern

Die katholische Kirche gibt in diesen Wochen kein gutes Bild ab. Im Erzbistum Hamburg sollen acht Schulen geschlossen werden, in Eichstätt werden 50 Millionen verzockt. Die Gewinnoptimierung in jenem Glaubensverein, der sich so gerne als bedürftig präsentiert, scheint das Imageproblem der katholischen Kirche nicht gerade zu verbessern.

Moses in Münster

Finanzskandal in Münster

Weitere 300.000 Euro für den Katholikentag

Mit 982.000 Euro bezuschusst Münster den Katholikentag, der dort im Mai stattfindet. 682.000 Euro kommen aus dem städtischen Haushalt, für die übrigen 300.000 Euro wollte die Stadt der Kirche helfen, Sponsoren zu finden. Die gesamte Summe übernimmt jetzt die Sparkassenstiftung, in deren Kuratorium der Oberbürgermeister sitzt. Gegen dieses Gemauschel regt sich Widerstand.

Beschäftigte des katholischen Klinikums im saarländischen Ottweiler streiken.

Wenig Transparenz, fehlende Aufsicht:

Die Sonderrechte der kirchlichen Unternehmen

Trotz mehrerer Finanzskandale genießt der zweitgrößte Arbeitgeber Deutschlands, die Kirche, weiterhin erhebliche Sonderrechte. Das kann nicht nur teuer für den Steuerzahler werden, sondern verzerrt auch den Wettbewerb. Ist das noch gerechtfertigt?