Immer wieder berichtet die Polizei von spektakulären Betrugsfällen durch selbsternannte Wunderheilerinnen, Schamanen und spirituelle Lebensberater. Allein in Bayern verloren Opfer in München und Regensburg zuletzt mehrere hunderttausend Euro. Die perfide Masche: vermeintliche Reinigungsrituale, Kräuter, Gebete und ein gefährlicher Cocktail aus Esoterik, Spiritualität und religiösem Vokabular, der tief in die Heilpraktiker- und Glaubensszene hineinreicht.
Wie erzählt man von einem Leben, das bewusst zu seinem Ende geführt wurde? In diesem zweiten Teil seiner autobiografischen Reflexion zeichnet Prof. Dr. Fritz K. den Weg nach, der ihn – mit 82 Jahren, bei klarem Verstand – zu der Entscheidung führte, sein Leben selbstbestimmt zu beenden. Dieser Text ist sein Versuch, die Gründe seines Entschlusses offen, kritisch und ohne Sentimentalität zu erzählen – für sich selbst und für diejenigen, die verstehen möchten, wie ein solcher Entschluss reift.
Sterbehilfe ist ein sensibles Thema, das viele Menschen persönlich betrifft. Monika Probsts autobiografischer Roman "Mein Leben gehört mir" bietet einen eindrücklichen Einblick in die Herausforderungen von Familien, wenn ein geliebter Mensch nach einem Schlaganfall selbstbestimmt sterben möchte. Der Roman behandelt Sterbehilfe in der Schweiz, die Rolle der Angehörigen und wichtige Fragen rund um das Lebensende.
Ein kürzlich veröffentlichter Essay über weibliche Genitalverstümmelungen sorgte für Aufregung und Diskussionen, denn die Autoren relativieren in ihrem Text die Gefahren und Folgen, die von ihr ausgehen. Maßnahmen zur Eindämmung von FGM werden zudem als "rassistisch" beschrieben. Der Essay weist einige gravierende Mängel auf.
Einerseits ist Ernährung wie Fußball: Irgendwie sind wir alle Experten. Andererseits gibt es wohl keinen anderen Bereich, für den es vergleichbar viele Ratschläge gibt (Bücher, Webseiten, Podcasts, Vorträge...). Konstantin Linders Buch "Tellerwissen" stellt sich der Frage, was wir essen sollten, und kommt trotzdem nicht als klassischer Ratgeber daher. Der hpd sprach mit dem Autor über seinen Ansatz, über Ernährungsmythen und über gesundes Essen jenseits von Geboten und Verboten.
Im neuen Jahr könnte sich die Situation von ungewollt Schwangeren in den EU-Staaten erheblich verbessern. Frauen in Ländern mit Abtreibungsverbot sollen mit Geldmitteln unterstützt werden, damit sie für den Abbruch in ein anderes EU-Land reisen können. Nachdem das Europäische Parlament bereits dafür gestimmt hat, entscheidet nun die EU-Kommission.
Prof. Joachim Volz kämpft gegen das katholische Abtreibungsverbot an seiner Klinik, das auch für seine Privatpraxis gilt. Erstinstanzlich hat er verloren, doch er will den juristischen Weg weitergehen und erfährt dabei große Solidarität. Der nächste Verhandlungstermin steht nun fest.
Der Beschluss der Grünen, homöopathische Leistungen künftig nicht mehr zu erstatten, markiert eine bemerkenswerte Zäsur: Eine Partei verabschiedet sich von einem ihrer frühen ideologischen Erkennungsmerkmale – und nähert sich konsequent der wissenschaftlichen Evidenz. Doch jenseits parteipolitischer Symbolik berührt die Entscheidung eine größere Frage: Welche Verantwortung trägt der Staat, wenn er durch Anerkennung oder Duldung pseudowissenschaftlicher Verfahren die öffentliche Wahrnehmung von Wissenschaft prägt?
Vergangenen Donnerstag machten die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) und der Betroffenenverein PIEr Schleswig-Holstein e.V. auf ein bisher öffentlich kaum wahrgenommenes Problem aufmerksam: In der jüngsten Zeit häufen sich Anfragen von jungen Menschen oder von deren Eltern auf einen begleiteten Suizid. Diese Menschen stellen nach Jahren des Leidens an der Krankheit ME/CFS entsprechende Anträge, weil sie keinen anderen Ausweg als die Suizidhilfe sehen, um ihr Leiden zu beenden.
Die 2020 veröffentlichte "Vorzeigestudie" zur Homöopathie bei Lungenkrebs ist offiziell zurückgezogen. Ein langer Prozess der Kritik und Aufklärung endet mit einem ernüchternden Befund – nicht nur für die Homöopathie, sondern auch für das Publikationsverhalten eines renommierten Journals.
Wie erzählt man von einem Leben, das bewusst zu seinem Ende geführt wurde? In diesem ersten Teil seiner autobiographischen Reflexion zeichnet Prof. Dr. Fritz K. den Weg nach, der ihn – mit 82 Jahren, bei klarem Verstand – zu der Entscheidung führte, sein Leben selbstbestimmt zu beenden. Dieser Text ist sein Versuch, die Gründe seines Entschlusses offen, kritisch und ohne Sentimentalität zu erzählen – für sich selbst und für diejenigen, die verstehen möchten, wie ein solcher Entschluss reift.
Die kompromisslose Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen durch die katholische Kirche ist seit Jahrzehnten ein gesellschaftspolitisches Konfliktfeld. Nun hat dieser Streit in Flensburg eine neue Eskalationsstufe erreicht: Nach einer Kundgebung kam es zu einer spontanen Besetzung der St.-Marien-Kirche.
In ihrem Buch "Das Patriarchat im Uterus" zeigt Dr. med. Alicia Baier, wie tief patriarchale Strukturen in Medizin, Politik und Recht verankert sind – und warum das Recht auf körperliche Selbstbestimmung kein Nischenthema, sondern ein Prüfstein für unsere Demokratie ist.
Das katholische Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg und das Evangelische Diakonissenkrankenhaus (DIAKO) schließen sich aus wirtschaftlichen Gründen – getrieben von einem gewinnorientiert ausgerichteten Krankenhaussystem – unter dem Namen "Fördeklinikum Katharinen-Hospital" zusammen. Der Neubau am Standort Peelwatt soll 2030 bezogen werden. Was nach Modernisierung und Effizienz klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als folgenschwerer Rückschritt.
Wer zu krank zum Arbeiten ist, aber zu gesund für die Erwerbsminderungsrente, fällt durch alle Raster des Sozialrechts. Chronische Krankheiten wie ME/CFS oder Long Covid entlarven ein System, das Krankheit noch immer in Stunden misst. Zeit für eine grundlegende Reform.