Innerhalb der politischen Linken wächst eine autoritäre Minderheit, die von Hamas-Apologie und Israelfeindlichkeit geprägt ist. Darauf macht das Buch "Die neue autoritäre Linke" des taz-Journalisten Nicholas Potter aufmerksam. Er kritisiert darin mit linker Einstellung die Fehlentwicklungen in der politischen Linken.
Was hat Säkularismus mit Feminismus zu tun? Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen der Agenda der bayerischen "Atheisten" und einer Frauenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin? Gislinde Nauy, stellvertretende Vorsitzende des Bund für Geistesfreiheit Bayern und selbst seit Jahren feministisch aktiv, sprach mit Gesa Birkmann, einer Frau aus der neuen Dreier-Spitze von Terre des Femmes, über gemeinsame Ziele ihrer Arbeit. Was dabei herauskommt, wenn zwei kluge Frauen ihre feministische Expertise vereinen, ist am kommenden Sonntag um 6:45 Uhr auf BR2 zu hören.
Der frühere Kopf hinter dem Online-Auftritt von "Generation Islam" verteidigt auf X überraschend pointiert den liberalen Verfassungsstaat. Seine Argumentation trifft einen zentralen Kern, indem sie die Unantastbarkeit innerer Überzeugungen gegen staatliche Gesinnungsansprüche stark macht. Doch gerade in dieser Klarheit zeigt sich auch ihre Leerstelle: Tamim unterschätzt die Anforderungen, die eine pluralistische Ordnung an die öffentliche Vermittlung und Begrenzung religiöser Positionen stellt.
Die gesetzliche Rentenversicherung war nie als rein beitragsfinanziertes System gedacht. Staatliche Zuschüsse sind kein Betriebsunfall, sondern systemimmanent. Wer sie als Problem darstellt, missversteht die Rentenversicherung – und verkennt ihre Rolle als staatliche Infrastruktur für eine universelle Lebensphase.
Mit seinem neuen Buch "Das Abendland verteidigen" legt der Althistoriker David Engels einen "hesperialistischen" Gegenentwurf zur heutigen Europäischen Union vor, den er als Antwort auf eine vermeintlich von einer euroföderalistischen Linken dominierte Politik versteht. Aus einer spenglerianisch gefärbten Diagnose des kulturellen Niedergangs entwickelt er eine Vision Europas, die antike Demokratie-Ideale mit einem klar normativen Wertekanon verbinden will. Doch Engels' Entwurf eines moralischen Staates, der traditionelle Lebensformen bevorzugt, wirft die Frage auf, ob seine Alternative zur EU tatsächlich mit den Grundprinzipien liberaler Demokratien vereinbar wäre.
Die Arbeitslosenversicherung war ursprünglich der Zweig der Sozialversicherung, der dem klassischen Versicherungsprinzip am nächsten stand. Sie sollte ein temporäres Erwerbsrisiko absichern, Übergänge ermöglichen und den sozialen Abstieg verhindern. Heute erfüllt sie diese Funktion nur noch in Fragmenten. Der abrupte Übergang von beitragsfinanzierter Versicherungsleistung zu bedürftigkeitsgeprüfter Fürsorge untergräbt ihre Legitimation – und hat die kulturelle Wahrnehmung des Systems grundlegend verändert.
Die Debatte um das Ehegattensplitting zeigt exemplarisch, wie weit sich politische Kommunikation von sozialgeschichtlicher Realität entfernen kann. Während Kabinettsmitglieder von "Fehlanreizen" sprechen und Medien unkritisch folgen, gerät aus dem Blick, warum das Splitting überhaupt eingeführt wurde – und für wen es bis heute wirkt. Ein Kopfschüttelartikel über polithistorische Amnesie, ökonomische Verkürzungen und eine Politik, die ihre eigenen Wähler missversteht.
Die Kirchen in Deutschland verlieren rasant Mitglieder – und hinterlassen dabei in vielen Städten und Gemeinden eine wachsende Zahl leerstehender Gebäude. Die Frage ist also nicht mehr, ob Kirchen umgenutzt werden sollen, sondern wie – und vor allem: mit wessen Geld und unter wessen Regie.
Im globalen Vergleich liegt Deutschland liegt bei der Akzeptanz von Schwangerschaftsabbrüchen und Homosexualität weit vorne. Das zeigt eine neue internationale Studie des "Pew Research Centers".
Seit der Festnahme eines 20-Jährigen im Juni 2025 in Hamburg führen Verschwörungstheoretiker gelegentlich den Fall "White Tiger" als Beleg für die Existenz von "Ritueller Gewalt/Mind Control" an. In der Realität haben diese beiden Sachverhalte allerdings nichts miteinander gemein.
Mit der Veröffentlichung neuer Epstein-Dokumente rückt eine Person erneut in den Fokus der medialen Aufmerksamkeit: Xavier Naidoo. Nach seiner vormaligen Distanzierung macht der Sänger nun wieder eine Kehrtwende und instrumentalisiert die Gewaltverbrechen für seine Verschwörungsideologie.
Im Finale des Miss Germany-Awards standen am Samstag zwei Frauen mit Kopftuch. Der Wettbewerb versteht sich längst nicht mehr als reiner Schönheitscontest, sondern will Frauen "empowern", die eine Vorbildfunktion einnehmen. Der Knackpunkt: Das mediale Hochstilisieren der Kandidatinnen mit Hijab glorifiziert eine Praxis, gegen die Frauen im Iran unter Lebensgefahr protestieren. Für iranische Frauen und säkulare Migrantinnen in Deutschland ist das "ein Schlag ins Gesicht", sagt eine Sprecherin der Initiative "Free Iran Now" gegenüber dem hpd.
In Krisenzeiten suchen vor allem junge Leute Trost und Halt bei den Sternen. Davon profitieren Astrologen, die in den Sozialen Medien ihre Dienste anbieten.
Tausende Deutsche schrieben im nationalsozialistischen Deutschland an ihren "Führer": Fürbitten, Demutsbekundungen und Lobpreisungen. Dies greift Helmut Ortner in seinem neuen Buch auf, das Ende des Monats erscheint.