Forschung

Ausschnitt aus dem Gemälde 'Fighting Meat' von Charles Marion Russell, Cincinnati Art Museum

Älteste genetische Verbindung zwischen Asien und Amerika entdeckt

Ein internationales Forschungsteam hat mithilfe genetischer Analysen die Bevölkerungsgeschichte der Baikalregion rekonstruiert und dabei die bisher älteste Verbindung zwischen den Einwohnern Sibiriens und den indigenen Völkern des amerikanischen Kontinents entdeckt. Die Studie belegt auch die Mobilität und die vielfältigen Verbindungen zwischen den Bewohnern Eurasiens in der frühen Bronzezeit.

Ausgrabungsarbeiten in der IUP-Schicht I in der Bacho-Kiro-Höhle. Aus dieser Schicht wurden vier Homo-sapiens-Knochen sowie zahlreiche Steinwerkzeuge, Tierknochen, Knochenwerkzeuge und Anhänger geborgen.

Wichtiger kultureller Übergang in Europa fand früher statt als bisher angenommen

Älteste Fossilien des Homo sapiens in Bulgarien entdeckt

Ein internationales Forschungsteam berichtet über neue Fossilien des Homo sapiens aus der Bacho-Kiro-Höhle in Bulgarien. Diese wurden auf ein Alter von etwa 45.000 Jahren datiert und zusammen mit Steinwerkzeugen, den Überresten gejagter Tiere, Knochenwerkzeugen und persönlichen Schmuckgegenständen gefunden.

Online-Vorträge der Giordano-Bruno-Stiftung

Tot ohne Gott

Das Thema des Vortrags von gbs-Beirat und HAI-Direktoriumsmitglied Franz Josef Wetz im "Humanistischen Salon" des Düsseldorfer Aufklärungsdienstes war lange ausgemacht, bevor "Corona" zum alles bestimmenden Thema in den Medien wurde. Wetz‘ Vortrag zu einer "neuen Kultur des Abschieds" wird am 5. Mai live über den gbs-YouTube-Kanal gestreamt.

Steven Vertovec

Corona-Pandemie verstärkt weltweit Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung

Covid-19 und ein Stigma, das bleibt

In der Pandemie schüren Populisten und Stimmungsmacher derzeit Vorurteile gegen Migranten und machen sie für die Ausbreitung des Virus verantwortlich. Die Bewegungsfreiheit von Flüchtlingen oder bestimmten ethnischen Gruppen wird drastischer eingeschränkt als die der einheimischen Bevölkerung, um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern - wie es offiziell heißt -, was jedoch die Betroffenen ebenfalls stigmatisiert.

Schimpanse im Zoo Leipzig

Interview

"Den Begriff 'Social Distancing' finde ich falsch"

In vielen Ländern herrschen seit Wochen Kontaktsperren. In der Folge sind die sozialen Kontakte vieler Menschen drastisch reduziert. Roman Wittig vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig untersucht, wie sich Sozialkontakte auf die Gesundheit von Schimpansen auswirken. Einige seiner Erkenntnisse lassen sich durchaus auf den Menschen übertragen.

Biologische Waffen und Corona

"So etwas kann man im besten Labor der Welt nicht herstellen"

Ob Rizin, Milzbrand oder Botulinumtoxin: Biologische Waffen fristen in der öffentlichen Wahrnehmung ein Schattendasein, der Druck auf die politischen Akteure ist gering. So verbietet das internationale Biowaffenübereinkommen zwar die Entwicklung, Herstellung und Lagerung von Biowaffen - Kontrollen hingegen finden keine statt. Dr. Gunnar Jeremias hofft, dass die globale Corona-Pandemie wenigstens etwas Gutes hat und zur Stärkung des Biowaffenübereinkommens beitragen kann.

Oberfläche des SARS-Coronavirus-2. Ein Molekül des Spike-Proteins ist durchscheinend dargestellt, um seine komplexe räumliche Struktur hervorzuheben.

Analyse des Oberflächenproteins des Coronavirus

Die Zacken in der Viruskrone

Das Glykoprotein Spike verleiht dem Coronavirus seinen Namen: Wie Zacken einer Krone stehen die Moleküle von der Virushülle ab. Forschende analysieren nun die Struktur dieses Proteins. Auf diese Weise wollen sie potenzielle Ziele für Antikörper und Hemmstoffe identifizieren – eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung neuer Impfstoffe und Medikamente gegen das Virus SARS-CoV-2.

Trotz der auch in Berlin verhängten Einschränkungen war der Wochenmarkt in Berlin-Schöneberg am 4. April 2020 gedrängt voll.

Simulation belegt die Wirkung der ersten Maßnahmen gegen Covid-19

Corona-Epidemie: Die Effekte der Einschnitte

Die Anstrengungen gegen die Corona-Epidemie in Deutschland zeigen erste Wirkung. Zumindest die Maßnahmen, die bis zum 16. März ergriffen wurden, haben die Ausbreitung des Virus Sars-CoV 2 verlangsamt. Das belegt die Modellrechnung eines Teams vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation und von der Universität Göttingen.