Religionen

Vor der Berufungsverhandlung

Kommentar zum Berliner Kopftuchurteil

Mehr Fragen als Antworten

Gestern fällte eine Richterin am Landesarbeitsgericht Berlin ein erstaunliches Urteil: Eine Bewerberin, die sich auf eine Stelle als Grundschullehrerin bewarb und aufgrund des Berliner Neutralitätsgesetzes wegen ihres muslimischen Kopftuchs abgelehnt wurde, fühlte sich diskriminiert und klagte. Die Richterin gab der Klägerin Recht und teilte im gleichen Atemzuge mit, dass das Berliner Neutralitätsgesetz nicht zu beanstanden sei.

Das neue Buch von Heinz-Werner Kubitza

Der nächste Hammerschlag

Evangelikale und Kreationisten werden zum Sturm auf dieses Buch blasen. Und nicht allein sie, sondern auch die Schreiber, die ihren Brotberuf bei den offiziellen Kirchen haben. Sie sehen die Basis ihrer Existenz gefährdet. Früher hätte der Autor ein solches Buch nicht überlebt. 

Flagge Slowakei

Anerkennung von Religionsgemeinschaften erschwert

Slowakei verschärft Religionsgesetz

Für Muslime in der Slowakei wird es nach dem Willen des Parlaments in Zukunft so gut wie unmöglich werden, als Religionsgemeinschaft anerkannt zu werden. Durch eine Gesetzesverschärfung müssen in der Slowakei künftig mindestens 50.000 Einwohner einer Glaubensgemeinschaft angehören, damit diese offiziell als Religionsgemeinschaft anerkannt wird. Die Anzahl der Muslime in der Slowakei liegt weit darunter.

Donald Trump

USA

Trump stärkt Rechte von Religiösen

Der neue US-amerikanische Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass religiöse Vereinigungen in den USA zukünftig direkten Einfluss auf die Politik nehmen dürfen. Auch die Diskriminierung von Homosexuellen oder Transsexuellen aus religiösen Gründen könnte in den Vereinigten Staaten bald per Präsidentenerlass erlaubt werden.

Schule

Studie des Pew Research Center

Religion und Bildung

In einer Studie untersuchte das US-amerikanische Meinungsforschungsinstitut Pew Research Center den Zusammenhang zwischen Religionszugehörigkeit und Schulbildung. Die weltweite Studie ergab signifikante Bildungsunterschiede bei den Angehörigen unterschiedlicher Religionen.

Onlinepornografie und Religion

Religiöse Moralvorstellungen stehen Pornokonsum nicht im Weg

4,6 Milliarden Stunden hat die Menschheit im vergangenen Jahr allein auf der Internetpornoseite PornHub verbracht. Unter den zwanzig Ländern mit den meisten Zugriffen auf die Seite sind neun Staaten, in denen sich mehr als zwei Drittel der Bevölkerung als religiös bezeichnen, und lediglich vier, in denen das weniger als ein Drittel tun. Islamische Staaten befinden sich nicht unter den Top 20-PornHub-Ländern.

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte lehnt Klage muslimischer Eltern ab

Schweiz: Muslimische Mädchen müssen an koedukativem Schwimmunterricht teilnehmen

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof (ECHR) in Straßburg hat heute in letzter Instanz entschieden, dass zwei muslimische Mädchen aus Basel dem Schwimmunterricht mit Jungen nicht fernbleiben können. Eine entsprechende behördliche Teilnahmeverpflichtung verstoße nicht gegen die individuelle Glaubens- und Religionsfreiheit.

Das neue Buch des Ägyptologen Jan Assmann

Gewalt und Monotheismus

Der Ägyptologe Jan Assmann geht in seinem Buch "Totale Religion. Ursprünge und Formen puritanischer Verschärfung" erneut dem Kontext von Gewalt und Monotheismus nach. Dabei beschränkt er sich auf eine kenntnisreiche Darstellung zur Entstehungsgeschichte, eine darüber hinausgehende Erörterung im strukturellen oder übergeschichtlichen Sinne findet man darin nicht.