Feminismus

Interview mit der im Irak lebenden feministischen Aktivistin Maryam

Überleben in einer frauenfeindlichen Gesellschaft

"Der Hijab steht für Empowerment und Befreiung – als Symbol des Feminismus." Mit diesem Slogan wird der Schleier (Hijab) in der westlichen Welt als Ausdruck von Frauenrechten und in Kampagnen gefeiert, beispielsweise beim sogenannten "World Hijab Day". Diese Aussage, die ich zum ersten Mal gehört habe, als ich nach Europa kam, unterscheidet sich radikal von der Propaganda, die dort gefördert wird, wo ich aufgewachsen bin – im Irak. Die Macht wird dort nur den Männern zugeschrieben, während Frauen gehorsam sein müssen.

Feministische Sexualität findet niemals als Lohnarbeit statt

Was kostet eine Frau?

Zur Prostitution gibt es derzeit keine konsensfähige feministische Position. Für die einen ist Sexarbeit ein Job wie jeder andere, für die anderen ist eine befreite Gesellschaft nur ohne Prostitution denkbar. Das Feministische Bündnis Heidelberg hat zu dieser Frage nun einen Sammelband vorgelegt, der sich eindeutig positioniert. Der hpd sprach mit Hanna Vatter aus der Herausgeberinnengruppe.

Symbolbild: Mann am Computer

Das "Incel"-Phänomen

Die Sprengkraft des unfreiwilligen Zölibats

Es gibt eine weltumspannende Gemeinschaft von Männern, die sich im Internet zusammengefunden haben und sich über ihre Unfähigkeit, sexuelle Beziehungen aufzubauen, definieren: die "Incels". Die kollektiv empfundene Unzufriedenheit wird auf Frauen und die Gesellschaft projiziert, es entwickelt sich Hass, der sich im gegenseitigen Austausch hochschaukelt. Daraus sind in der realen Welt bereits mehrere Gewaltverbrechen erwachsen. Blick auf eine merkwürdige Subkultur.

Rezension von Benoîte Groults "Irischem Tagebuch"

Vom Fischen und von der Liebe

Fast dreißig Jahre hat es gedauert, bis aus dem Nachlass von Benoîte Groult, ediert von einer ihrer drei Töchter, etwas herauskam, das ebenso interessant ist und wie eine Ergänzung von "Salz auf unserer Haut" wirkt. Jüngere kennen das damalige Werk der Bestsellerautorin vermutlich nicht, aber der Aufschrei damals, 1988 erst in Frankreich, 1989 in Deutschland, war riesengroß. Als sexistisch, feministisch, pornografisch wurde das Buch klassifiziert, hatte doch eine Frau mal über Sex und Gefühle geschrieben, was vornehmlich den Männern zugebilligt wurde – die dann natürlich von der Sicht der Männer über die Frauen und deren Sexabenteuer handelten, so als ob nur denen die wahre Sicht vorbehalten war.

"Das Mädchen von der Enghelab-Straße"

Ein Feminismus für die Ideale der Aufklärung

Die Autorinnen Naïla Chikhi und Gita Neumann vertreten einen universalen Feminismus, der auf den Idealen der Aufklärung beruht, die immer auch religionskritisch war. Sie wenden sich gegen den Neofeminismus, wie er etwa aktuell von frauenpolitischen Sprecherinnen der Grünen vertreten wird. Denn diese hätten humanistische Werte ebenso verraten wie die internationale Solidarität, indem sie den frauenverachtenden "politischen Islam" verharmlosen.

Frauenfeindlichkeit in der katholischen Kirche

Schweizer Feministinnen kehren Kirche den Rücken

Sechs namhafte Feministinnen in der Schweiz haben nun öffentlichkeitswirksam ihren Austritt aus der katholischen Kirche bekanntgegeben. Die Gründe dafür seien das anhaltende frauenfeindliche Verhalten der katholischen Kirche. Warum kommt der Austritt erst jetzt?