Kunst und Kultur

Trauerwald

Konfessionsfreie letzte Ruhe

An diesem Sonntag um 6:30 Uhr erscheint die neueste Folge von „Menschsein“, der Radiosendung des Bundes für Geistesfreiheit Bayern, auf BR 2. Anton Aschenbrenner, ehemaliger katholischer Theologe und heutiger Betreiber von Trauerwäldern, gibt neben allgemeinen Informationen über Bestattungsmöglichkeiten in Bayern Einblicke in laufende und geplante Trauerwald-Projekte. Richtig spannend wird es dann bei der Frage, wie einzelne Dorfpfarrer bislang verhindert haben, dass auch der bfg Bayern Träger eines Trauerwaldes wird.

Plakat der Ausstellung „Demokratie und Humor“

Die Demokratie im Spiegel von Wort und Bild

In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

Danger Dan

Ist das von der Kunstfreiheit gedeckt?

Der abgesagte ZDF-Auftritt von Danger Dan und Igor Levit hat eine heftige Debatte über Kunstfreiheit, politische Verantwortung und die Grenzen künstlerischer Provokation ausgelöst. Im Zentrum steht der neue Song „Keine Angst“, dessen Text von den einen als antifaschistische Kunst, von den anderen als gefährliche Radikalisierung und impliziter Gewaltaufruf gelesen wird. Der Fall wirft die grundsätzliche Frage auf, wo die Grenze zwischen legitimer Kunstfreiheit und gesellschaftlicher Verantwortung öffentlich-rechtlicher Sender verläuft.

Plakatmotiv

Das "Glaubenstribunal": Die "Wiener Festwochen" zeigen auf, wie notwendig die Trennung von Staat und Religion ist

Im Rahmen der "75. Wiener Festwochen" fand am vergangenen Wochenende ein dreitägiges "Glaubenstribunal" statt. Die von Milo Rau inszenierte Performance war prominent besetzt, unter anderem mit der Femen-Aktivistin Inna Shevchenko, den Charlie-Hebdo-Verantwortlichen Gérard Biard und Laurent Sourisseau sowie der iranischen Schauspielerin und Aktivistin Kosar Eftekhari. Die Abschlussreden hielten Hamed Abdel-Samad und Michael Schmidt-Salomon.

Lorenzkirche Nürnberg

Kirchen: Eintritt für alle – oder für keinen

Die Ankündigung, für den Kölner Dom sowie für die Nürnberger Sebaldus- und Lorenzkirche zukünftig Eintritt zu verlangen, sorgt für erheblichen Diskussionsstoff. Doch ist diese Entscheidung nicht letztlich konsequent, wenn man historische Kirchen als das einordnet, was sie längst auch sind: touristische Sehenswürdigkeiten?

Rolf Heinrich

Zornige Zeichnungen

Rolf Heinrich hat ein neues Buch mit religionskritischen Karikaturen veröffentlicht. Sein neues Werk "Teuflisch! Blasphemische Karikaturen und Gedanken" ist im Angelika-Lenz-Verlag erschienen. Im Interview beantwortet er Fragen zu seiner neue Veröffentlichung.

Kein Jacques Tati an "Stillen Feiertagen"

An sogenannten "Stillen Feiertagen" wie Karfreitag oder Totensonntag gelten in vielen Bundesländern besondere Einschränkungen. Meist wird über Tanzverbote diskutiert. Weniger bekannt ist jedoch eine andere Kuriosität: Auch Filme dürfen an diesen Tagen nicht beliebig öffentlich gezeigt werden. Mehr als 700 Titel stehen auf einer Liste von Produktionen, die als "nicht feiertagstauglich" gelten – darunter Komödien, Actionfilme und sogar Klassiker der Satire.

Ein ganz besonderer Zeuge: Der Fall Erik Ahrens

Im Thalia Theater wurde der "Prozess gegen Deutschland" als Gerichtsdrama inszeniert und erlebte mit der Videoaussage von Erik Ahrens seinen Eklat im Eklat. Der frühere Szene-Akteur, einst im Umfeld des Instituts für Staatspolitik aktiv und später als TikTok-Stratege der AfD bekannt, sorgte mit Sprachverweigerung, einem wirren Auftritt und einer Holocaust-Relativierung für Empörung. Trotz möglichem Insiderwissen wirft sein widersprüchliches Auftreten die Frage auf, wie glaubwürdig dieser Zeuge tatsächlich ist.