Mexiko

Cancún, Mexiko

Cancún: Vom Tourismusmagneten zum Abtreibungszentrum?

Cancún in Mexiko ist bekannt für lange Traumstände mit klarem Wasser und Palmen sowie ein reges Nachtleben. Jährlich reisen Millionen Menschen aus den USA in den Urlaub dorthin. Nun kommt noch ein weiterer Besuchsgrund hinzu: In Mexiko wurden Schwangerschaftsabbrüche seit 2021 entkriminalisiert, ganz im Gegensatz zu einigen US-Bundesstaaten, die legale Abtreibungen in den letzten Monaten so gut wie unmöglich gemacht haben.

Mexiko: Hexer plant, satanische Kirche in Veracruz zu bauen

Im März 2023 soll es so weit sein und die Stadt Catemaco im Bundesstaat Veracruz die erste satanische Kirche auf mexikanischem Boden bekommen. Geplant wurde sie vom Hexer Enrique Marthen Berdón, der sie mittels Spenden errichten und bereits Ende dieses Monats mit ihrem Bau beginnen möchte. Der Bischof von Veracruz, Carlos Briseño Arch, ist alles andere als begeistert. Seiner Ansicht nach sollte Berdóns Vorhaben verboten werden.

Demo für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Mexico City

Oberstes Gericht Mexikos: Totale Abtreibungsverbote sind verfassungswidrig

Bisher gab es in Mexikos Bundesstaaten unterschiedliche Gesetzgebungen zur Abtreibung. Verbot mit wenigen Ausnahmen in den einen Bundesstaaten, regulierte, aber entkriminalisierte Abtreibung in immer mehr anderen. Das oberste Gericht entschied nun, dass totale Abtreibungsverbote verfassungsfeindlich sind. Die Entscheidung wird von Menschenrechtsorganisationen begrüßt, während die Kirche sie kritisch sieht.

Graffiti zu Maradonas Ehren in Neapel (2019)

Erste Maradona-Kirche öffnet in Puebla ihre Pforten

Im Oktober 1998 wurde in Argentinien die "Iglesia maradoniana", die Kirche zu Ehren des Fußballers Diego Armando Maradona gegründet. Als Religionsparodie belächelt, wegen der teilweise wenig vorbildhaften Lebensweise Maradonas aber auch kritisiert, fand die Kirche bis heute etwa 500.000 Gläubige aus aller Welt. Diese Verehren den Fußball, Pokale und vor allem den im November 2020 verstorbenen Diego Maradona.

Olimpia Coral Melo

Rachepornos und digitale Gewalt in Mexiko verboten

Einer der wohl schlimmsten Alpträume und ein unvorstellbarer Vertrauensbruch ist es, plötzlich damit konfrontiert zu werden, dass der Ex-Partner Nacktaufnahmen oder Sexvideos an Freundinnen und Arbeitskollegen schickt oder auf Online-Plattformen veröffentlicht. In ganz Mexiko wird diese und andere digitale Gewalt nun mit bis zu sechs Jahren Haft bestraft.

Mexiko: Bundesstaat Puebla legalisiert gleichgeschlechtliche Ehe

Als vierzehnter Bundesstaat von Mexiko hat Puebla am 4. November das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehe im Kongress verabschiedet und dazu zehn Paragraphen des Zivilgesetzbuches gestrichen, welche die Ehe als Verbindung nur zwischen Mann und Frau beschrieben. Ein großer Schritt im katholisch-konservativen Mexiko. Aktivist*innen mahnen jedoch, dass noch weitere Menschenrechte – zum Beispiel in Bezug auf Adoption oder Abtreibung – zu erkämpfen seien.

Demonstration für legale und sichere Schwangerschaftsabbrüche

Mexiko: Mehr Frauenrechte durch Möglichkeiten zur Abtreibung erforderlich

Die Gesetzgebung im Hinblick auf Schwangerschaftsabbrüche ist ein hervorragender Lackmustest, um zu überprüfen, wie ernst es ein Land mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau meint. Während einige Staaten zumindest diese Minimalhürde bereits überwunden haben, kämpfen vornehmlich Frauen in einigen Regionen noch immer dafür, wenigstens über ihren eigenen Körper entscheiden zu dürfen. In Mexiko könnte sich die Lage in den nächsten Jahren womöglich verbessern – noch gibt es dort keine einheitliche Regelung zur Abtreibung.