Veganismus

Rassismus, Antisemitismus und Menschenhass in der veganen Tierrechtsbewegung?

"Vier Beine gut, zwei Beine schlecht" ist der Titel eines frisch erschienenen Buchs der Autorin Mira Landwehr. Sie behauptet darin, weiten Teilen der veganen Tierrechtsbewegung seien Rassismus, Ökofaschismus und Menschenhass wesenseigen. Doch diese Behauptung entspricht nicht der Realität, sondern ist Ergebnis einer mangelhaften methodischen Herangehensweise, erklärt Rezensent Colin Goldner.

Vegane Nazis?

Der Begriff "vegan" bzw. "Veganismus" geht zurück auf den Engländer Donald Watson, einen überzeugten Antimilitaristen, der im Jahre 1944 in England die "Vegan Society" gründete. Bis dahin war der weitergefasste Begriff "Vegetarismus" üblich, der sich lediglich auf fleischfreie, nicht aber auf prinzipiell tierproduktfreie Kost bezog.

Antivegane Religioten

Und schon wieder erschien ein Artikel auf dem hpd, der sich um das Thema "Veganismus" dreht. Sehr zum Missfallen all jener Leserinnen und Leser, die es lieber sähen, wenn der hpd bei seinen "Kernthemen" bliebe, sich also mit Atheismus, Religionskritik, Trennung von Staat und Kirche und dergleichen befasste, anstatt in nachgerade sektenhaft anmutendem Glaubenseifer vegane Ernährung zu einer Art Ersatzreligion zu stilisieren.

Beyond Meat Burger

Von Pflanzenfleisch und Erbsenburger

Für viele Veganer ist der Verzicht auf Fleisch durch die Ethik und das Tierwohl begründet. Selbst, wenn sie den Geschmack von Fleisch lieben, so ist doch der Umgang mit Zuchttieren und deren grausame Lebensumstände ein ständiges Mahnmal, welches vielen den Fleischgenuss trübt und vergällt.

Fleisch: Fakten und verhärtete Fronten

Viele Menschen blenden die Konsequenzen ihres Fleischkonsums aus. Dabei wäre die selbstkritische Auseinandersetzung mit der Faktenlage bitter nötig. Doch auch kleine Veränderungen können nach Ansicht von hpd-Autor Constantin Huber viel bewirken und ein gelassenerer Umgang kann zum Abbau verhärteter Fronten beitragen.

Einwände zur Fleischkonsumkritik in der Prüfung

Der hpd-Autor Armin Pfahl-Traughber greift noch einmal die Debatte um die Fleischkonsumkritik auf und macht dabei in vielen Kommentaren inhaltliche Fehlschlüsse und Manipulationstechniken aus. Er plädiert demgegenüber für Aufklärung gegen Gewohnheitsdenken und Kritikimmunisierung. Einwände sollten sich nicht auf das angeblich Gesagte, sondern auf das tatsächlich Gesagte beziehen.

Ferkel im Stroh

"Wer A sagt und gerichtlich Fahrverbote durchsetzt, muss auch B sagen und Fleischverbote durchsetzen"

Eine neue Studie hält die Feinstaubbelastung für noch viel gefährlicher, als bisher schon bekannt. Der Hauptschuldige ist aber nicht das Auto, sondern die Tierhaltung. Deshalb fordert die Vegane Gesellschaft die Deutsche Umwelthilfe auf, konsequent zu sein und sich neben Fahrverboten auch für Fleischverbote einzusetzen. Das alarmiert die Presse und die Union.