Bildung

Schulhof (Symbolbild)

Wo religiöse Vorgaben über Schulregeln stehen, wächst Gewalt

Das jüngst veröffentlichte Konflikt- und Gewaltbarometer des Berliner Senats bestätigt, worauf bereits zahlreiche Erhebungen seit Jahren hindeuten. Dennoch wurden entsprechende Befunde allzu oft als "rassistisch" diffamiert. Die neue Untersuchung zeigt: Bereits an Grundschulen häuft sich die Gewalt, die Impulskontrolle nimmt ab, der Anpassungsdruck zu und religiös motiviertes Mobbing sowie Antisemitismus gewinnen an Bedeutung. Der Blick eines Pädagogen auf verdrängte Ursachen.

Die ausgezeichneten Schüler*innen

Ein Preis für eine Berliner Lebenskunde-Klasse

Lebenskunde-Schüler*innen der Otto-Wels-Grundschule in Berlin-Kreuzberg wurden bei einem Schulwettbewerb mit dem Sonderpreis des Landes Berlin ausgezeichnet. Die zehn Schüler*innen der Klassenstufe 6 gehören zu den Landespreis-Gewinner*innen des zwölften Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik "alle für EINE WELT für alle".

Foto: © Bertha von Suttner-Studienwerk

Hochbegabte sprechen sich für humanistisches Förderwerk aus

Im Unterschied zu den religiösen Förderwerken wird das humanistische Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) bislang nicht staatlich gefördert, weil es hierfür angeblich "keinen Bedarf" gebe. Dies sehen die eigentlichen Adressaten solcher Studienwerke, nämlich hochbegabte Menschen, offenbar anders, wie eine Studie zeigt, deren Ergebnisse vorab von der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) veröffentlicht wurden.

Schüler an Tafel

Verbände begrüßen "Werte und Normen" als Pflichtfach

Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) Niedersachsen und der Fachverband Werte und Normen – Ethische und Humanistische Bildung in Niedersachsen e.V. begrüßen die Einführung des Schulfachs "Werte und Normen" ab dem Schuljahr 2026/2027 als Pflichtfach in öffentlich allgemeinbildenden Grundschulen, so wie es das Niedersächsische Kultusministerium in der Mai-Ausgabe seines Schulverwaltungsblatts angekündigt hat.

Die erste Widerstandsaktion gegen "Religion für alle"

Mit einer Petition setzt sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hamburg dafür ein, dass in den Klassen 1 bis 6 eine Alternative zum Religionsunterricht angeboten wird. Gerhard Lein ist ehemaliger Schulleiter und Religionslehrer in Hamburg und war zudem Abgeordneter der SPD in der Hamburger Bürgerschaft. Der hpd sprach mit ihm über die Petition, die staatliche Neutralitätspflicht und das "klerikale Kartell" hinter den Kulissen der Hamburger Bildungspolitik.

Das siegreiche Projektteam

Doppelerfolg für das Projekt Humanistische Akademie

In einem feierlichen Gründungskonvent wurde die Humanistische Akademie Österreich im Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt. Säkulare, humanistische Bildung sollte in ganz Österreich sichtbar, zugänglich und vernetzt werden. Das Projekt in Zusammenarbeit mit der FH des BFI Wien wurde nun ausgezeichnet.