Vegetarismus

Fleisch: Fakten und verhärtete Fronten

Viele Menschen blenden die Konsequenzen ihres Fleischkonsums aus. Dabei wäre die selbstkritische Auseinandersetzung mit der Faktenlage bitter nötig. Doch auch kleine Veränderungen können nach Ansicht von hpd-Autor Constantin Huber viel bewirken und ein gelassenerer Umgang kann zum Abbau verhärteter Fronten beitragen.

Einwände zur Fleischkonsumkritik in der Prüfung

Der hpd-Autor Armin Pfahl-Traughber greift noch einmal die Debatte um die Fleischkonsumkritik auf und macht dabei in vielen Kommentaren inhaltliche Fehlschlüsse und Manipulationstechniken aus. Er plädiert demgegenüber für Aufklärung gegen Gewohnheitsdenken und Kritikimmunisierung. Einwände sollten sich nicht auf das angeblich Gesagte, sondern auf das tatsächlich Gesagte beziehen.

Zum Reinbeißen

In Deutschland essen sie Schweine

Jedes Jahr wieder ist die Aufregung groß. In China essen sie Hunde! In der Empörung bricht eine verdrängte Wahrheit heraus: Dass das millionenfache Einkerkern, Töten und Verzehren von intelligenten, sympathischen, sozial lebenden Säugetieren bei uns eine völlige Selbstverständlichkeit ist.

Palitana – die erste vegetarische Stadt der Welt

Palitana ist seit 2014 die erste vegetarische Stadt der Welt. Anfang März 2017 bin ich auf dem Weg dorthin. Zuerst eine Anekdote aus dem Flugzeug: Seltsame Leute sitzen da neben mir. Sie lehnen praktisch das gesamte Kabinenessen ab, lassen sich jedoch einen Salat nach dem anderen bringen und holen manchmal aus mitgebrachten Plastiktüten Essbares hervor. Als der Gesichtsausdruck der Stewardess irgendwann weniger verständnisinnig wird, erklären die beiden Herren auf dem Flug von München nach Mumbai befindlichen Herren: "Wir sind Jainas!" Ob die Flugbegleiterin nach dieser lapidaren Erläuterung etwas klarer sah?

Han Kang

Die Ohnmacht des Fleisches

Eine Frau weigert sich. Sie tut dies mit wortloser Entschlossenheit. Sie will kein Fleisch mehr essen. Sie magert ab. Ihre pflanzenhafte Sanftheit weckt das Begehren ihres Schwagers, vielleicht auch ihre Rebellion. Er macht sie zu seinem Modell, zum Objekt seiner Kunstphantasie und treibt sie in den Wahnsinn. Der nun auf Deutsch erschienene, bereits verfilmte Roman "Die Vegetarierin" der südkoreanischen Autorin hat tragische Größe.

"Gemüseheilige" gibt es schon lange

Unter Großstadtjugendlichen gibt es einen Hype: den Veganismus. Ernährung ohne tierische Produkte ist "in". Die Argumente dafür lauten: Gesundheit, Ökologie und Tierwohl. Dabei handelt es sich aber um kein neues Phänomen: Bereits im 19. Jahrhundert gab es Veganer, nur nannten sie sich selbst noch nicht so.

Kälbchen retten

Vegan!

An drei von 365 Tagen war in diesem wie in den acht davor liegenden Jahren alles ganz anders: Die "Vegane Lebensweise" mit ihrem Sommerfest füllte den Alexanderplatz. Die üblicherweise angebotenen fleischlichen Bratwurstsorten aller Art von Curry bis Thüringer oder Wiener bzw. Frankfurter waren zu Hause geblieben.

"Weil wir es können"

BONN. (hpd) Die Journalistin Hilal Sezgin legt mit "Wieso? Weshalb? Vegan! Warum Tiere Rechte haben und Schnitzel schlecht für das Klima sind" eine gut verständliche Darstellung zum Thema des menschlichen Umgangs mit Tieren vor. Es handelt sich um ein auch für jüngere Leser gedachtes Buch, das anschaulich auf die unterschiedlichsten Aspekte eingeht und gut als Einführung wie als Nachschlagewerk genutzt werden kann.