Verklemmte Sexualität ist die Folge Jahrtausende dauernder Unterdrückung und Bedrohung der Menschen durch die christlichen Priester, einschließlich des Papstes. Seit etwa 2000 Jahren hat sich die Kirche an der Macht gehalten durch dieses ausgefeilte System von Bedrohung und Manipulation. Das Wissen um die persönlichsten Geheimnisse, die der Klerus durch den Zwang der Beichte erhält, führte dann zu seiner großen Machtfülle der Kirche. Wobei die Beichte in der römisch-katholischen Kirche eine Zwangsmaßnahme war und immer noch ist. Übrigens stellt sie auch ein perfides Machtinstrument zur ständigen perfekten Unterdrückung der Gläubigen, auch Schäfchen genannt, dar. Eigentlich ist das Prinzip einer Beichte ein gutes, aber nicht so wie es von der Institution Kirche praktiziert wird. Sich gegenüber einem vertrauensvollen Menschen mit seinen Sorgen aussprechen zu können, sich anzuvertrauen, ist ja etwas Gutes und im positiven Sinne sehr hilfreich und wirkungsvoll. Das Prinzip der Aussprache wird ja in der Psychotherapie ständig erfolgreich angewandt. Aber genau dieses Vertrauen wird nur zur Unterdrückung des Menschen ausgenutzt, zum Schüren von Ängsten.
Wenn man sich das Prinzip der kirchlichen Lehre überlegt, ist es doch ein Unding, das total unbewiesene Behauptungen aufgestellt werden. Kein Mensch weiß, was nach dem Tod passiert, ob überhaupt etwas passiert, kann unmöglich geklärt werden. Eine Handvoll Menschen erlaubt sich, uns erzählen zu können, nach welchen Kriterien eine imaginäre Gottheit uns beurteilen wird. Immerhin einer Gottheit, die das ganze Universum erschaffen hat…