Kunst und Kultur

"Ich bin so atheistisch, ich habe keine Verbindung zu Gott"

Kat Menschik ist Deutschlands gefragteste Buchillustratorin. Ihre Arbeiten zieren die Titelblätter der Erzählungen des japanischen Autors Haruki Murakami, seit kurzem aber auch Klassiker der Weltliteratur, von William Shakespeare über E.T.A. Hoffmann bis hin zu Franz Kafka. In der ARD-Literatursendung "Druckfrisch" mit Dennis Scheck bekannte sie sich nun zu ihrem Atheismus.

Der Himmelswahn

Der französische Psychologe Fethi Benslama schlägt einen anderen Ton an, wenn es darum geht, den Ursachen des islamischen Fundamentalismus auf den Grund zu gehen. In seinem Buch "Der Übermuslim" legt er die individual-psychologischen Ursachen für die Radikalisierung junger Muslime offen und fordert eine Abkehr von den immer gleichen Vorurteilen.

Das Erbe der Gotteskrieger

Jahrelang hielt Joseph Konys "Lord‘s Resistance Army" weite Teile Zentralafrikas in Atem. Teil der paramilitärischen Widerstandsbewegung waren zehntausende entführte Kinder, die unter Drogen gesetzt schwerste Verbrechen verübten. Der französische Schriftsteller Jonathan Littell hat für seinen erschütternden Debütfilm "Wrong Elements" ehemalige Mitglieder von Konys Truppen aufgesucht und ein Gesellschaftsporträt zwischen Versöhnung und Verdrängung gezeichnet.

Im Nebel des Todes

Im Auge eines sterbenden Pferds spiegelt sich die Welt. Eine Welt aus Schlamm und Nacht, Erschöpfung, Verrohung und Qual. Inmitten des Zweiten Weltkrieges. Davon handelt Claude Simons nun erstmals ins Deutsche übersetzte Novelle "Das Pferd", in der ein Tier stirbt und der Glaube. Die Geschichte beruht auf wahren Kriegserfahrungen.

Gottfried Wagner

Privatarchiv von Gottfried Wagner geht an die Zentralbibliothek Zürich (ZB)

Wie die Zentralbibliothek Zürich am 13. April 2017 – zum 70. Geburtstag von Gottfried Wagner – mitteilte, geht die private Sammlung von Dr. Gottfried Wagner, Sohn des langjährigen Festspielleiters Wolfgang Wagner (1919-2010) und Ellen Drexel (1919-2002) an die Zentralbibliothek Zürich. Damit wird die dort beheimatete umfangreiche Wagneriana-Sammlung zu den Züricher Jahren des Komponisten Richard Wagners um eine wertvolle private Sammlung bereichert.

Teufelstier

Auf der großen Heidenspaßparty des BfG Bayern im Münchner Oberangertheater, bei der am zurückliegenden Karfreitag der renommierte Kunstpreis "Der freche Mario" verliehen wurde, gab es neben den Arbeiten der Preisträger selbst und großartigen Lesungen von Piero Masztalerz und Ralf König auch eine kleine Skulptur zu bewundern, die, thematisch passend, erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt wurde: eine Fledermaus, jahrhundertelang verfemt und verfolgt als "Teufelstier", in Gestalt einer gotischen Madonna.

Mittellos, schwarz, homosexuell

Donald Trumps Geschrei gilt allem Fremden. Schwarze, Homosexuelle, Atheisten, ja, selbst Frauen haben es in den Amerika in diesen Tagen nicht leicht. Es ist nicht verwunderlich, dass der objektiv beste Film des Jahres aus den USA kommt und die Welt aus der Perspektive eines an den Rand gedrängten jungen Mannes in den Blick nimmt.

"Adam Smith, ein schrulliger Schotte"

Gerhard Streminger hat eine Biografie über den schottischen Ökonom Adam Smith geschrieben. Der war, so Streminger, "... nicht nur der wichtigste Vordenker von Kapitalismus und Marktwirtschaft, sondern auch ihr erster grundlegender Kritiker."