31.7.1914
Eine beständige Widerstandskämpfern Mehr...
laut.de 6 Jul 2007 Nr. 2370
Neues Beispiel für die verbreitete Homophobie in der Hip-Hop-Szene: Wie das Hip-Hop-Magazin Wildstyle berichtet, hat eine Rapperin aus Berlin, die ungenannt bleiben möchte, Anzeige gegen G-Hot und seinen Kollegen Boss A (Die Kralle) erstattet. Ihr stößt der extrem schwulenfeindliche Track "Keine Toleranz" der beiden Rapper sauer auf.
Der Song richtet sich eindeutig gegen Schwule und verherrlicht mit Sätzen wie "Schneidet ihnen den Schwanz ab" und "Nach einem Coming Out würde mich mein Vater mit einer Eisenstange schlagen" Gewalt gegen Schwule. Nach Meinung von G-Hot und Boss A haben Homosexuelle "kein Leben verdient".
Die Rapperin stieß durch Zufall im Internet auf das Lied und war entsetzt. "Das Schlimme daran ist, dass dieser Track nicht von irgendeinem unbekannten kleinen Rapper kommt, der in seinem Kämmerlein rappt und von dem nicht viele hören werden, sondern dass dieser Track von einem "Rapper" gemacht wurde, der beim bekanntesten und von den Jugendlichen beliebtesten deutschen Hip-Hop Label aktiv ist oder war und dessen Videos bei MTV und VIVA zu sehen sind".
Sie erklärt zudem, der Track sei nicht nur diskriminierend, sondern darin werde zur Gewalt aufgerufen. "Das sind Naziideologien, die in unserer Gesellschaft nichts zu suchen haben und ich finde es schlimm, dass diese Leute Rap als Versteck und Plattform für ihren Hass, ihre Komplexe und Gehirnkrankheiten missbrauchen."