Religionen

Wo Herr Hirte irrt

Der Bundestagsabgeordnete Heribert Hirte (CDU) hat in einem Interview mit katholisch.de mitgeteilt, dass er nicht das Erstarken des Islam, sondern die Ausbreitung des Atheismus als die größte Gefahr für das Abendland sieht. Hirte leitet den "Stephanuskreis", ein überkonfessionelles Gesprächsforum des Deutschen Bundestags.

Freireligiöse Erbauungshalle in Ingelheim am Rhein

Was bedeutet "freireligiös"?

Freireligiös ist kein geschützter Begriff und bedeutet nicht nur Mitglied im Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands K.d.ö.R. (BFGD) zu sein, sondern ist auch ein religiöses Bekenntnis, welches sich zwar weitgehend im BFGD entwickelte, aber sich keineswegs nur auf die Mitglieder in dieser, durch Körperschaftsrechten staatlich anerkannten Religionsgesellschaft beschränkt.

In einer grauen Welt gern gesehen: Hinweisschild zum nächsten Wahrsager

Papst warnt vor Wahrsagern

In Rom hat sich kürzlich Jorge Mario Bergoglio, ein Argentinier im fortgeschrittenen Rentenalter, ein weißes Kostüm angezogen, eine weiße Mütze aufgesetzt, sich an sein Fenster gestellt und gesprochen: Man möge sich in Acht nehmen vor Wahrsagern und Horoskopen. Wer Wahrsager oder Horoskope konsultiere, gehe unter. Bergoglio selber, der für seine Auftritte den Namen "Franziskus" nutzt, ist Anführer des einzigen Gottesstaates in Europa, und als solcher hat er hier mit sicherem Instinkt seine Konkurrenz angegriffen: Märchenerzähler unter sich, im erbitterten Wettstreit. Ein Bedarf für ihre Dienste ist ja offenbar vorhanden, daher sei die Frage erlaubt: Glaube, Astrologie, Wahrsagerei – womit fährt man wirklich am besten? Hier ein kleiner Faktencheck.

Nicht so hell!

Freude, Freude, Freude!

Sie überkommen ihre Empfänger gern mit Lichtblitz und fremden Stimmen, Zeugen sind eher selten zugegen. Dennoch haben sie die Weltgeschichte nachhaltig beeinflusst: Hier die Top Five der religiösen Erweckungserlebnisse (Christentum).

Jenseits des Buddhismus

Die "säkulare Vision des Dharma" ist das Ergebnis eines von Stephen Batchelor erlebten und gelebten Buddhismus. Er wurde in Schottland geboren, mit neunzehn Jahren buddhistischer Mönch, ist Mitbegründer des Bodhi Colleges und nunmehr Meditations-lehrer, Schriftsteller und Philosoph. Seine erste Publikation "Alone with Others" erschien 1983. Das vorliegende Buch ist eine Synthese aller seiner seit damals erschienenen Veröffentlichungen. Als buddhistischer Insider und Kenner der westlichen Denkungsart entwickelte er die im vorliegenden Buch präsentierte Idee eines säkularen Buddhismus.

Der Balken im eigenen Auge

Die Pressekonferenz ist kaum beendet, bei der Anwalt Ulrich Weber den Abschlussbericht zu den Missbrauchsfällen bei den "Regensburger Domspatzen" vorstellte, als die Täter schon mit dem Finger auf andere zeigen. Das macht sprachlos und wütend.

Die Schattenseiten des Reformators

Der Journalist Peter Henkel blickt in seinem Buch "Schluss mit Luther. Von den Irrwegen eines Radikalen" auf die Schattenseiten des Reformators. Allein schon als Gegengewicht zur Luther-Jubelliteratur im Jahr 2017 verdient das Buch Interesse, das aber bei den theologischen Aspekten mitunter etwas unklar und unsortiert wirkt und leider auch quellenmäßig die Zitate nicht nachweist.

Die "Regensburger Domspatzen"

547 Opfer von Missbrauch und Gewalt

Bei den "Regensburger Domspatzen" kam es seit Jahrzehnten zu Missbrauchsfällen. Darin war auch der Bruder des Ex-Papstes, Georg Ratzinger, verwickelt. Am gestrigen Dienstag stellte der beauftragte Anwalt Ulrich Weber seinen Abschlussbericht vor. Danach wurden insgesamt 547 Kinder Opfer von körperlicher und sexueller Gewalt.