Die Westfalenpost berichtet über einen Pfarrer, der nach 30 Jahren seinen Beruf an den Nagel hängte. Und von seinem langjährigen Arbeitgeber eher gelangweilt verabschiedet wurde.
Nachdem Bischof Luis Urbanc erklärt hatte, dass Frauen erst dieselben Rechte wie Männer erhalten sollten, wenn sie mit schweren Werkzeugen hantierten, segnete er noch den Anwalt, der einen des sexuellen Missbrauchs beschuldigten Kleriker verteidigt.
Ein Brautpaar aus Ostbevern im Münsterland wollte gerne, dass der Vater der Braut sie während der Zeremonie zum Altar führt. Der Pfarrer lehnte dies ab: Er wolle kein antiquiertes Rollenbild unterstützen.
Obwohl die deutsche Gesamtbevölkerung 2018 um 280.000 Personen angestiegen ist, verlor die katholische Kirche gegenüber dem Vorjahr rund 300.000 Mitglieder, die evangelische Kirche sogar 400.000. Die Gruppe der konfessionsfreien Menschen ist um mehr als 800.000 Personen gewachsen, die Gruppe der konfessionsgebundenen Muslime um etwa 100.000 Personen.
In den meisten Ländern Europas und in Teilen der USA verliert die katholische Kirche Gläubige. Neben der Realitätsferne der Kirche ist auch die jahrzehntelange Vertuschung und mangelnde Aufarbeitung der weltweiten Fälle sexuellen Missbrauchs Minderjähriger ein Grund für den Kirchenaustritt. Ihre Zukunft sieht die katholische Kirche nun auch in der Erschließung neuer Glaubensmärkte in Asien und Subsahara-Afrika.
In der westkolumbianischen Stadt Buenaventura sind Armut und Verbrechen weit verbreitet. Nach dem grausamen Mord an einem 10-jährigen Mädchen soll nun mit der Unterstützung des kolumbianischen Militärs eine Gegenmaßnahme ergriffen werden. Jedoch nicht in Form von Gewaltprävention oder Einsätzen gegen den Drogenhandel, sondern mittels Exorzismus, der die Stadt vom Bösen reinigen soll.
Ein katholischer Priester aus Münster sorgte in den vergangenen Tagen für Empörung mit seiner Forderung, den Tätern des sexuellen Missbrauchs in der Kirche zu vergeben. Nach weiteren problematischen Äußerungen wurde er gestern vom zuständigen Bischof zum Schweigen ermahnt und in den Ruhestand versetzt.
Was ist sie denn nun, die katholische Kirche in Deutschland – eine staatliche Behörde oder eine private Vereinigung (mit besonderem Rechtsstatus)? Diese Frage mag absurd erscheinen, sie ist es aber nur auf den ersten Blick. Denn wenn ein Verwaltungsgericht eine entsprechende Klage zur Klärung annimmt und entscheidet, muss es sich wohl um eine ernstzunehmende Frage handeln.
Eine Predigt des emeritierten Pfarrers Ulrich Zurkuhlen hat in der Münsteraner Heilig-Geist-Kirche zu einem Eklat geführt. Mehrere Gottesdienstteilnehmer verließen protestierend die Kirche, nachdem der Geistliche dafür warb, Missbrauchstätern zu vergeben.
Der Regensburger Bischof Vorderholzer sprach sich am 14. Juni in Ingolstadt entschieden gegen die Zulassung von Frauen zum katholischen Priesteramt aus.