Terrorismus

Der IS und der Staatszerfall – eine Analyse von Pierre-Jean Luizard

Der französische Historiker Pierre-Jean Luizard führt in "Die Falle des Kalifats. Der Islamische Staat oder die Rückkehr der Geschichte" den Erfolg der Organisation auf den Staatszerfall zurück. Auf engem Raum gelingt es dem Autor, diesen Kontext zu begründen und auch die Fehler westlicher Politik zu benennen, was nicht unbedingt neu und originell, aber beachtenswert und reflexionswürdig ist.

Grünen-Innenexpertin Mihalic warnt vor falschen Konsequenzen

Im Fall des Attentäters vom Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri, warnt die Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic den Gesetzgeber vor voreiligen Konsequenzen. Um effektiv für mehr Sicherheit zu sorgen, müsse man die vielen vorhandenen Ansatzmöglichkeiten ausschöpfen, sagte die Bundestagsabgeordnete in einem Interview.

Mit einer Burka verschleierte Frau in Afghanistan

Marokko verbietet Burka und Niqab

Nach einer bisher unbestätigten Meldung der BBC hat das Königreich Marokko die Produktion, den Import und den Verkauf von Burka und Niqab untersagt. Damit soll die Sicherheit im Land verbessert werden, da Terroristen die Vollverschleierung bei Suizidattentaten verwendet haben.

Islamistischer Terrorismus in Deutschland

Der ZDF-Terrorismusexperte Elmar Theveßen legt in seinem Buch "Terror in Deutschland. Die tödliche Strategie der Islamisten" eine journalistische Bestandsaufnahme vor und geht dabei von der Existenz eines "Materplans" aus. Es handelt sich um eine anschauliche Darstellung von einem Kenner der Materie, die aber etwas mehr Analyse und Systematik verdient gehabt hätte.

Islamistischer Terrorismus in Frankreich

Der Islamismusforscher und Soziologe Gilles Kepel legt mit "Terror in Frankreich. Der neue Dschhad in Europa" eine Studie zur Entwicklung des Djihadismus im Nachbarland vor. Dabei kombiniert er gekonnt die Betrachtung des islamistischen Milieus mit der der französischen Gesellschaft, hätte aber analytisch noch klarer und stringenter sein können.

Wirkungsvolle Gefahrenabwehr statt Paragraphenbastelei

Die sicherheitspolitische Debatte nach dem Anschlag in Berlin hat mit voller Wucht begonnen. Es ist mühsam, mit Sachlichkeit und Vernunft zu argumentieren. Die rechte Mantra stetiger Gesetzesverschärfungen verunsichert die Menschen und macht ihnen vor, Paragraphen könnten alles richten. Es lohnt von daher den Versuch, falsche Argumente der aktuellen Diskussion herauszuarbeiten.

Woher hat Pegida-Bachmann Täterwissen?

Gegenwärtig verdichten sich die Hinweise, dass der Tunesier Anis Amri der Fahrer des Trucks gewesen sein könnte, der am Montagabend in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast ist. Alles was wir über ihn erfahren, spricht dafür, dass er ein Verbrecher und ein Feind der offenen Gesellschaft ist. Er soll sich sogar als Selbstmordattentäter angeboten haben. Ein Fanatiker, gewiss. Aber ist damit schon Klarheit geschaffen: war er am Montag der Täter - der Fahrer, handelte er allein oder gemeinsam mit anderen? Nein, noch ist gar nichts geklärt.

Den Terroristen nicht in die Falle laufen!

Die Nachricht von der Tragödie auf dem Berliner Weihnachtsmarkt war gerade erst über die Ticker gelaufen, da wusste der Landeschef der AfD in Nordrhein-Westfalen Marcus Pretzell bereits, wer die Schuld daran trägt. Via Twitter verkündete Pretzell zu einem Zeitpunkt, als nicht einmal ansatzweise klar war, ob es sich bei den dramatischen Ereignissen an der Gedächtniskirche um einen Unfall, einen apolitischen Amoklauf oder einen terroristischen Anschlag gehandelt hatte: "Wann schlägt der deutsche Rechtsstaat zurück? Wann hört diese verfluchte Heuchelei endlich auf? Es sind Merkels Tote!" Dabei übersah der AfD-Politiker allerdings, dass gerade er und seinesgleichen den Terroristen in die Hände spielen. Denn Rechtspopulisten zählen – wenn auch unfreiwillig – zu den wichtigsten Verbündeten der Islamisten im globalen Dschihad.