Religionen

Ansicht des Erfurter Domes (links) und der Severikirche (rechts).

The Satanic Temple Germany feiert religiöse Vielfalt in Erfurt

Die Freiheit der Religionen hat in Deutschland einen hohen Wert. So wird beispielsweise der Katholikentag, der in diesem Jahr in Erfurt stattfindet, mit insgesamt 2,4 Millionen Euro aus öffentlichen Geldern vom Land Thüringen, dem Bundesministerium des Inneren und für Heimat sowie der Stadt Erfurt gefördert. Um diese Wertschätzung religiösen Lebens in unserer pluralen und demokratischen Gesellschaft zu feiern, hält The Satanic Temple Germany am morgigen Samstag um 15 Uhr eine Kundgebung vor dem Erfurter Dom ab.

Für die multimoralische Gesellschaft gibt es nur eine mögliche Lösung

Religionsmigration

Organisierte Religion legt Religionsfreiheit als Freibrief aus, ihren Glauben auch dort umzusetzen, wo er in einer aufgeklärten Gesellschaft keinen Platz hat. Die Zuwanderung in europäische Religionssysteme verdeutlicht die Notwendigkeit einer sauberen Trennung von Republik und Religion.

EU-Parlament

Petition

Keine Speicherung persönlicher Daten durch Religionen!

Das "Europäische Koordinationsbüro freigeistiger Organisationen" (Bureau Européen de la Libre Pensée) hat einen Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger Europas und ihre Organisationen veröffentlicht. Darin wird die Unterzeichnung einer Petition vorgeschlagen, die an das Europäische Parlament gerichtet werden soll.

Selbstkreuzigung auf den Philippinen

Philippinisches Osterritual

Am Kreuz hängen wie Jesus

Die Inszenierungen sorgen jedes Jahr für Kontroversen auf den Philippinen: Katholische Fanatiker lassen sich am Karfreitag kreuzigen – inklusive Kreuz schleppen und römischen Legionären, die sie beschimpfen und auspeitschen. Das blutige Spektakel wird von einer Schar Zuschauer und Touristen begleitet. Der Vatikan verurteilt das Ritual, Ärzte warnen vor Risiken – die alljährlichen Kreuzigungen sind aber tief in der religiösen Tradition des Landes verwurzelt.

Wladimir Putin und Kyrill I.

Religiöse Heilslehren und radikale politische Ideologien können viel Leid in die Welt bringen

Der gefährliche Wille zur Macht

Religiöse Führer und viele hochrangige Politiker haben einen gemeinsamen Charakterzug: der Wille zur Macht. Er ist der mentale Motor, der die spirituellen und politischen Alphatiere antreibt, ihre Karriere mit skrupellosen Methoden voranzutreiben.

1,5 Millionen Dollar gehen nicht an religiöses Lernzentrum

Sieg für Freedom From Religion Foundation in den USA

Nachdem im August 2022 bekannt geworden war, dass der Haushaltsplan des US-Bundesstaates South Carolina 1,5 Millionen Dollar zur Finanzierung eines christlichen Lernzentrums vorsah, regte sich Protest. Im Namen von vier Steuerzahlenden klagte die Freidenkerorganisation Freedom From Religion Foundation gegen Staatsbedienstete, inklusive Gouverneur Henry McMaster. Nun hat die Organisation hinter dem Lernzentrum ihre Förderanträge zurückgezogen.

Heiner Bielefeldt (links: Mina Ahadi) auf dem Humanistentag 2014 in Regensburg

Ein Gespräch mit Heiner Bielefeldt über das Menschenrecht Religions- und Weltanschauungsfreiheit

"Respekt vor den identitätsstiftenden Überzeugungen der Menschen"

Eingeschränkte Formen von Religionsfreiheit finden sich in Europa bereits, bevor bürgerliche Menschenrechtsvorstellungen in der Aufklärung an Bedeutung gewinnen. Sie sind auf die Folgen der Reformation zurückzuführen und häufig nur Ausdruck der Erkenntnis, dass die Glaubensspaltung (zumindest vorerst) nicht mit Gewalt rückgängig gemacht werden kann. Mit Heiner Bielefeldt sprach MIZ über die heutige Situation des Menschenrechts Religions- und Weltanschauungsfreiheit.

Einbahnstraße in Wien

"Religionsrat" in Wien eingerichtet

Nach einem Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Glaubensgemeinschaften gab der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bekannt, dass Wien einen "Religionsrat" einführen wird. Zweimal im Jahr werde dieser tagen, um gemeinsam über aktuelle Entwicklungen und anstehende Probleme zu reden. Einen Dialog mit Konfessionsfreien hält der Bürgermeister für nicht erforderlich.

Säkulare Kultur statt religiöse Konflikte!

Der Zentralrat der Konfessionsfreien unterstützt die Forderungen nach einer religionspolitischen Zeitenwende. Er betrachtet den Umgang zahlreicher Islamverbände mit den Terrorangriffen auf Israel sowie die jüngsten Ausschreitungen als einen endgültigen Beleg für das Scheitern der deutschen Islampolitik. Statt Religionsgemeinschaften weiter mit Steuermilliarden und Sonderrechten auszustatten, müsse die säkulare Kultur Deutschlands gefördert werden. Nur so könnten religiöse Konflikte geschlichtet und der gesellschaftliche Frieden im Land gewahrt werden.