Wissenschaft

Was, wenn Wissenschaft kostenlos wäre?

Die Coronapandemie hat gezeigt, dass der freie und verständlich aufbereitete Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen Gesellschaften zusammenhält. Wo er beschnitten oder übermäßig monetarisiert wird, greift gesellschaftliche Fragmentierung um sich. Doch was, wenn Wissenschaft nicht hinter Verlagspaywalls versteckt bliebe, sondern der Öffentlichkeit konstenlos zur freien Weiterverarbeitung angeboten wird? Die Initiative cOAlition S hat da einen Plan.

Starke Gefühle - schwer zu verstehen

Der Klang einer Stimme verrät viel über den Gefühlszustand eines Menschen. Wie viel, hängt von der Intensität des Gefühls ab. Doch gilt hier tatsächlich: Je stärker die Emotionen, desto leichter sind sie zu interpretieren? Ein internationales Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik, der New York University und des Max Planck NYU Center for Language, Music and Emotion hat einen paradoxen Zusammenhang zwischen der Intensität von Gefühlsausdrücken und ihrer Wahrnehmung aufgedeckt.

Schimpansen

Für Menschenaffen wird es eng

Der Klimawandel wird in den nächsten 30 Jahren das Verbreitungsgebiet afrikanischer Menschenaffen drastisch einschränken. Dies hat ein internationales Forschungsteam prognostiziert. In verschiedenen Modellen berechneten sie die Auswirkungen von Klimawandel, Landnutzung und menschlichem Bevölkerungswachstum auf das künftige Verbreitungsgebiet von Gorillas, Schimpansen und Bonobos.

Die Neurowissenschaft der Ideologie

Dogmatische Menschen denken langsamer, religiöse sind pessimistischer als ihre Mitmenschen; politisch konservativ Eingestellten fällt es schwerer, langfristig und systemisch zu denken. Zu diesen Ergebnissen kommen fünf Foscher:innen der University of Cambridge. Sie bauten die Untersuchung auf einer vergangenen Studie mit über 500 Teilnehmer:innen auf, die 37 kognitive und 22 Persönlichkeitstests absolviert hatten.

Polarisierung erschwert die Bekämpfung von Corona

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind Gegenstand politisch aufgeladener Diskussionen und polarisieren Bevölkerungsgruppen: Befürworter motivieren ihre Bekannten zum Einhalten von Regeln, Gegner rufen in Sozialen Medien zum Widerstand auf. Doch wie wirken sich Politisierung und soziale Mobilmachung auf das Infektionsgeschehen aus? Diese Frage haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung am Beispiel der USA untersucht.

Ansichten eines Affenmannes

Volker Sommers neues Buch "Unter Mitprimaten" bietet weit mehr als der unprätentiöse Untertitel "Ansichten eines Affenforschers" vermuten lässt: Keineswegs geht es da nur um "Ansichten", die man, ähnlich wie Meinungen, so oder so haben kann, ohne wirklich etwas von der Sache zu verstehen; vielmehr findet sich darin, komprimiert auf gut 200 Seiten, nicht weniger als die ethische wie metaethische Essenz eines fast 40-jährigen Forscherlebens: als Primat unter Primaten, sprich: immer entlang des Verhältnisses Mensch-Natur.

Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit

Mit dem Untertitel "Die größten Streitfragen wissenschaftlich geklärt" legt die mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrte 33-jährige Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim ihr zweites Buch vor, das schon nach kurzer Zeit Bestsellerstatus erlangte und für den Sachbuchpreis 2021 nominiert wurde.

Bacho-Kiro-Höhle in Bulgarien

Erbgut der frühesten Europäer

Ein internationales Forscherteam hat die Genome der ältesten sicher datierten modernen Menschen in Europa sequenziert, die vor rund 45.000 Jahren in der Bacho-Kiro-Höhle in Bulgarien lebten. Durch den Vergleich ihrer Genome mit den Genomen von Menschen, die später in Europa und in Asien lebten, zeigen die Forscher, dass diese frühe Menschengruppe in Europa Gene zu späteren Menschen, insbesondere zu den heutigen Ostasiaten, beigetragen hat.

Silberrücken beim Brusttrommeln.

Gorillamännchen bluffen nicht

Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden. Bis vor kurzem war jedoch unklar, welche Informationen Gorillas damit vermitteln. Ein internationales Forschungsteam zeigt nun, dass das Brusttrommeln Rückschlüsse auf die Körpergröße des Trommlers zulässt.