Wissenschaft

Was hält uns jung?

Nach mehrjähriger Pause haben Rainer Rosenzweig und Helmut Fink 2018 unter neuen Rahmenbedingungen wieder ein Symposium zur "Conditio humana" im Lichte der Neurowissenschaften veranstaltet – diesmal mit dem Schwerpunkt "Alter". Der vorliegende Band gewährt einen umfassenden Einblick in die dort gehaltenen Vorträge.

Michael Shermer

Warum sogar der Teufel frei Sprechen darf

"Der Teufel ist derjenige dessen Meinung du abstoßend findest, und man muss dem Teufel lassen was ihm zusteht" – so die provokante These von Michael Shermer. "Giving the devil his due. Reflections of a scientific Humanist", so lautet das neuste Werk des Bestsellerautors und Gründer der "Sceptics Society". Im Interview-Livestream stellte er sein neues Buch vor und führt aus was es mit dem Teufel und der Meinungsfreiheit auf sich hat.

Ausschnitt aus dem Gemälde 'Fighting Meat' von Charles Marion Russell, Cincinnati Art Museum

Älteste genetische Verbindung zwischen Asien und Amerika entdeckt

Ein internationales Forschungsteam hat mithilfe genetischer Analysen die Bevölkerungsgeschichte der Baikalregion rekonstruiert und dabei die bisher älteste Verbindung zwischen den Einwohnern Sibiriens und den indigenen Völkern des amerikanischen Kontinents entdeckt. Die Studie belegt auch die Mobilität und die vielfältigen Verbindungen zwischen den Bewohnern Eurasiens in der frühen Bronzezeit.

Amardeo Sarma

Von Klimaschutz, Armutsbekämpfung und dem richtigen Umgang mit Leugnung

Ohne den global gewachsenen Wohlstand der letzten Jahrhunderte gäbe es keinen Klimawandel. Warum wir daraus dennoch nicht folgern sollten, dass nur Wohlstandsverzicht das Problem lösen kann, erklärte Amardeo Sarma in einem von Kortizes organisierten Online-Vortrag am Dienstag, 28. April 2020. Auch beim Umgang mit Leugnung des Klimawandels warnte er vor Kurzschlüssen im Denken.

Steven Vertovec

Covid-19 und ein Stigma, das bleibt

In der Pandemie schüren Populisten und Stimmungsmacher derzeit Vorurteile gegen Migranten und machen sie für die Ausbreitung des Virus verantwortlich. Die Bewegungsfreiheit von Flüchtlingen oder bestimmten ethnischen Gruppen wird drastischer eingeschränkt als die der einheimischen Bevölkerung, um eine weitere Verbreitung der Krankheit zu verhindern - wie es offiziell heißt -, was jedoch die Betroffenen ebenfalls stigmatisiert.

Schimpanse im Zoo Leipzig

"Den Begriff 'Social Distancing' finde ich falsch"

In vielen Ländern herrschen seit Wochen Kontaktsperren. In der Folge sind die sozialen Kontakte vieler Menschen drastisch reduziert. Roman Wittig vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig untersucht, wie sich Sozialkontakte auf die Gesundheit von Schimpansen auswirken. Einige seiner Erkenntnisse lassen sich durchaus auf den Menschen übertragen.