Gert Hantke (nicht überprüft)

Fr. 8 Mai 2026 - 00:45

Mit Blick auf den aufklärenden Teil ein sicher dankenswerter Artikel.

Allerdings ist es mE tendenziös und unverantwortlich, bzgl derjenigen, die einen Suizidversuch überlebt haben, einseitig hervorzuheben, viele dieser Menschen seien (angeblich) später froh gewesen, den Versuch überlebt zu haben.

Ich schätze doch mal, diese Überlebenden werden ganz überwiegend weniger froh gewesen sein, den Versuch (mit oft noch mehr Problemen) überlebt zu haben, als einfach dankbar, daß ihnen bzgl erlittener Verletzungen pp geholfen wurde.

Was dabei außerdem unterdrückt wird, ist der Umstand, daß mangels Begleitung und/oder fachlicher Hilfe bei mißlungenen Versuchen wohl die meisten dieser 90 % durch schwerste Verletzungen vom Regen in die Traufe geraten sind.

Insoweit dann „Kritiker“ betonen, anmerken, behaupten usw, muß ich doch mal anmerken, daß solche „Kritiker“ sich immer wieder in arroganter Selbstüberschätzung ungefragt und inkompetent dazu aufschwingen, in die ganz persönlichen und grundlegenden Rechte ihrer Nachbarn einzugreifen mit dem offenkundigen Ziel, die Wahrnehmung ihrer Rechte mit allen verfügbaren Kniffen und Vorwänden zu erschweren.

Wie kommen diese Leute zB dazu, festlegen zu wollen, was für andere Leute eine „normale Option“ zu sein hat?

Niemand anderes als der Betroffene selbst weiß wirklich, wie sehr er leidet und was er will. Das schließt ja keine Beratung aus – eine Bevormundung aber schon.

Und die fortwährenden Einwände bzgl Selbstverantwortung, Demenz usw könnten problemlos ausgeräumt werden, indem eine Vorausverfügung akzeptiert würde. Doch da sind wir wieder bei den (mE gewollten) Hindernissen.

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