Feminismus

Mode mit Hijab

Islamistische Mode-Influencerinnen auf Propagandafeldzug in der Kölner Innenstadt – und der Woke-Feminismus schweigt

Während Frauen in Iran und Afghanistan gegen den Hijabzwang und seine Konsequenzen demonstrieren, macht sich in der muslimischen Influencer-Szene westlicher Migrationsländer ein Trend zur Glorifizierung der Verhüllung breit. Am Beispiel einer Verschleierungs-Anprobe in der Kölner Schildergasse wird erklärt, warum das Kopftuch mehr als nur ein "Stück Stoff" ist und warum Selbstbestimmung ohne Gleichberechtigung freiwillige Unterdrückung bedeutet.

Wenn die Flaschen leer getrunken

Champagner Feminismus

Pünktlich zum 8. März entdecken wieder alle ihr Interesse an Frauenrechten, vorzugsweise mit einem Glas Champagner in der Hand. Im Auswärtigen Amt wurde bereits eine Woche zuvor, am 1. März, die Vorstellung der Leitlinien für eine feministische Außenpolitik gefeiert.

Haarspenden von Zuschauer*innen und Besucher*innen

Für die Rechte der afghanischen Frauen

Sara Nabil, geboren 1994 in Kabul, studierte Politikwissenschaften an der Karwan University in Kabul und seit 2016 Kunst an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Als politische Künstlerin von den Taliban verfolgt, sind ihre eigene Fluchterfahrung und die Rechte afghanischer Frauen und Mädchen zentrale Themen ihrer Arbeiten. Ihr Kunstprotest in der Kunsthalle Mannheim, bei dem sie sich live die Haare abschnitt, geht auch nach dem Ende der STUDIO-Ausstellung weiter.

Vom Frausein jenseits der Fortpflanzung

Ja, es gibt sie: die Frauen die einfach keine Kinder wollen, und das ganz ohne Störung. In früheren Zeiten und in anderen Ländern der Welt hatten und haben diese Menschen oft keine Wahl, hierzulande ist es heute möglich, dieses selbstbestimmte Lebensmodell zu wählen. Doch die Gesellschaft tut sich noch immer schwer damit. Über die Gründe für ihre freiwillige Kinderlosigkeit und die Ursache und Formen der Stigmatisierung von Menschen, die sich gegen Nachkommen entscheiden, hat Nadine Pungs ein Buch geschrieben.

Gemeinsame Kämpfe im Exil: Säkularismus und Feminismus

Am 26. März fand in Halle eine Fachtagung zum Thema "Gemeinsame Kämpfe im Exil: Säkularismus und Feminismus" statt. Eingeladen hatten "Projekt 48. Forum für Aufklärung, Emanzipation und Skepsis" und der Hallenser "Dornrosa". Gekommen waren 15 Expert:innen aus verschiedenen politischen Bereichen, um miteinander über Strategien zu diskutieren, wie säkularistische Politikansätze wieder in die Offensive gebracht werden können.

"Unser vorrangiges Ziel sind Kooperationen"

Seit Mitte Januar gibt es einen neuen Verein, der in der "säkularen Szene" verortet werden kann: "Projekt 48. Forum für Aufklärung, Emanzipation und Skepsis." Diese Woche tritt er erstmals mit einer Aktion zum World Atheist Day und einer Fachtagung zu Säkularismus und Feminismus in Erscheinung. Über Selbstverständnis, Ziele und die Einschätzung der politischen Situation hat der hpd mit der Vorsitzenden Nicole Thies gesprochen.

Negativpreis für sexistische Werbung verliehen

Seit 2014 vergibt die Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES den "Zornigen Kaktus" für sexistische Werbung. In diesem Jahr ging der erste Platz an ein Plakat, auf dem Staubsaugerroboter angepriesen werden. Ebenfalls auf dem Podest: Ein Gartentechnikhändler und ein Bettengeschäft.

Überleben in einer frauenfeindlichen Gesellschaft

"Der Hijab steht für Empowerment und Befreiung – als Symbol des Feminismus." Mit diesem Slogan wird der Schleier (Hijab) in der westlichen Welt als Ausdruck von Frauenrechten und in Kampagnen gefeiert, beispielsweise beim sogenannten "World Hijab Day". Diese Aussage, die ich zum ersten Mal gehört habe, als ich nach Europa kam, unterscheidet sich radikal von der Propaganda, die dort gefördert wird, wo ich aufgewachsen bin – im Irak. Die Macht wird dort nur den Männern zugeschrieben, während Frauen gehorsam sein müssen.