Gesundheit

Seit einem Jahr: Cannabis auf Rezept

Bis vor einem Jahr brauchten Patienten noch eine besondere Erlaubnis dafür. Seit dem 10. März 2017 ist die Verschreibung von Cannabis-Medizin auf Kassenrezept dank eines neuen Gesetzes leichter geworden. Doch es gibt noch erhebliche Widerstände.

Globuli

Kommentar

Homöopathie: Der Boom ist vorbei

Der Absatz der Homöopathie geht zurück. Das freut nicht nur das "Informationsnetzwerk Homöopathie" (INH) und die Skeptiker der "Gesellschaft zur Untersuchung von Parawissenschaften" (GWUP). Aber klar ist auch, dass auch diese nicht Korrelation mit Kausalität verwechseln dürfen; ob es nun wirklich an deren Arbeit liegt, dass Menschen sich weniger für die Homöopathie begeistern, bleibt natürlich erstmal offen.

Kommentar zum Suizidbeihilfe-Gutachten von Udo Di Fabio

Auch das Gesundheitsministerium sollte sich an geltendes Recht halten

Eigentlich müsste das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Menschen in extremen Notlagen die Erlaubnis zum Erwerb eines Betäubungsmittels zum Zwecke der Selbsttötung erteilen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will das entsprechende Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) vom März 2017 jedoch nicht umsetzen.

Organspende

Die Niederlande machen es vor

Wieder einmal könnten die Niederlande Deutschland zum Vorbild dienen. In dieser Woche beschloss das niederländische Parlament, dass jeder volljährige Staatsbürger automatisch Organspender ist. Es sei denn, er widerspricht. Das Nachbarland versucht damit, dem Mangel an Spenderorganen beizukommen.

USA

Göttliche Grippeimpfung

Laut der evangelikalen Fernsehpredigerin Gloria Copeland sind medizinische Grippeimpfungen offenbar überflüssig. Wenigstens für rechtgläubige Christen, denn ihnen habe Jesus selbst bereits eine Grippeimpfung verpasst.

Beschneidungskampagne - vor dem Bundeskanzleramt

Fünf Jahre Beschneidungsgesetz: Kinderschützer und Ärzte ziehen Bilanz

"Rechtsfrieden" zu Lasten von Kinder- und Menschenrechten

Zum fünften Jahrestag der Abstimmung im Deutschen Bundestag zur Neuregelung der Rechtmäßigkeit nicht medizinisch indizierter Vorhautentfernungen an Jungen äußern Ärztevertretungen und Kinderschutzverbände erneut Kritik an der geltenden gesetzlichen Regelung. Ihr Fazit: Die Politik muss sich den Konsequenzen des von ihr beschlossenen Gesetzes für die betroffenen Kinder stellen. Es gelte, hier endlich in einen breiten gesellschaftlichen Dialog für Wege zu umfassendem Schutz von Kindern unabhängig vom Geschlecht zu treten.