Fast alle nach der Wende im Jahre 1989 entstandenen politischen Parteien (viele davon gibt es schon nicht mehr) hatten in ihren Satzungen irgendwelche Formulierungen über die Trennung der Kirche und des Staates. So gut wie keine der Parteien, auch nicht die postkommunistischen Sozialdemokraten, hat sich dafür tatsächlich eingesetzt. Die Parteibosse hofften, dass die freundlichen Beziehungen mit den Bischöfen, wenn nicht ihre Unterstützung, dann mindestens das freundliche Dulden der Partei bei den nächsten Wahlen bringen wird.