Horst Groschopp

Der Autor, Dr. habil. Horst Groschopp, Zwickau, geb. 1949, ist Kulturwissenschaftler, Mitbegründer des hpd und seit 2006 Autor. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen vorzuweisen; war Mitglied im HVD von 1994-2014 und hatte dort und in deren Akademien bis 2014 diverse Funktionen inne. Mehr unter: http://www.horst-groschopp.de/

Artikel des Autoren

Kulturelle Ächtung – eine Rezension

In einem Sammelband zu ausgrenzenden politischen Ideologien, der dem auf diesem Gebiet einflussreichen Professor Uwe Puschner gewidmet ist, werden Beispiele in verschiedensten Ausprägungen und Epochen untersucht, von einer antiken Rechtfertigung der Sklavenhaltung bis zur Geschichte einer Brotmarke. Bei ihrem Behandeln vergangener Zeiten haben die Autoren auch aktuelle Ereignisse im Blick.

Fackelzug der FDJ zur Gründung der DDR am 7. Oktober 1949

Die DDR als kulturhistorisches Phänomen

Pünktlich zum 30. Jahrestag des Beitritts der DDR zum Geltungsgebiet des Grundgesetzes am 3. Oktober 1990 erschien der repräsentative Band zur DDR als kulturellem Phänomen. Er enthält an die 20 Texte, von denen die meisten etwa ein Jahr zuvor auf einer wissenschaftlichen Tagung der Leibniz-Sozietät gehalten und diskutiert wurden.

Heilige Schriften zwischen Opferkult und Wortgottesdienst

Dem Alibri Verlag, bekannt durch seine religionskritischen Schriften, ist es mit der Publikation des vorliegenden Buches gelungen, einen der bedeutendsten deutschen Religionswissenschaftler als Autor zu gewinnen: Hartmut Zinser war bis 2011 Professor an der Freien Universität Berlin. Zu seinen neueren Werken zählen die Bücher "Grundfragen der Religionswissenschaft" und "Religion und Krieg".

Hundert Jahre „weltliche Schule“ und „Lebenskunde“

Am 15. Mai 1920 entstand in Berlin-Adlershof die erste "weltliche Schule". Nahezu zeitgleich wurde an einigen Schulen in Berlin-Lichtenberg "Lebens- und Religionskunde" anstelle von Religionsunterricht eingerichtet. Zwar gab es ähnliche Bestrebungen schon vorher im Raum Düsseldorf und parallel in Sachsen, doch war die Berliner Schule die erste in Deutschland, die dafür eine Ministererlaubnis erhielt. Preußen wurde schließlich zum einzigen Land im Reich, das solche Schulen duldete: jede mit einmaliger Ministererlaubnis.

Zur Gesellschaftstheorie von Rosa Luxemburg

Anfang 2014 erschien der 6. Band der "Gesammelten Werke" von Rosa Luxemburg. Die darin enthaltenen Texte über Religion, den Diskussionen besonders zur "Staat-Kirche-Trennung", wie sie um 1900 im sozialdemokratischen Umfeld der Freidenker in Deutschland geführt wurden und bis heute fortwirken, wurden in einer Rezension im hpd vorgestellt. Der nun im März 2017 erschienene, abschließende Band 7 (1233 S., 2 Teilbände) ist ebenfalls von den Historikern Annelies Laschitza und Eckhard Müller ediert. Er wird im Folgenden von Horst Groschopp vorgestellt.

Dr. Horst Groschopp

Humanismus aktuell

In der letzten Ausgabe der Zeitschrift "Materialien und Informationen zur Zeit" (MIZ) erschien ein Beitrag von Horst Groschopp. Der ehemalige Präsident des HVD beklagt darin die "grundsätzliche Distanz derjenigen, die sich als Atheisten organisieren", gegenüber dem Humanismus. Im Atheismus sieht der Autor des Buches "Pro Humanismus" keine Weltanschauung, doch für die politischen Herausforderungen unserer Zeit hält er eine "ordentliche Weltanschauung" für die beste Grundlage, diese erfolgreich zu bestehen.

Der junge Honecker

Wer war der Generalsekretär der SED und Vorsitzende des Staatsraates der DDR, Erich Honecker, bevor ihn Walter Ulbricht am 20. Mai 1945 im Berliner Lokal "Rose" entdeckte und für die Funktion des KPD-Jugendbeauftragten auserkor, woraus sich eine unglaubliche Karriere entwickelte? Wie wurde der "Dissident" und Kommunist sozialisiert, was prägte ihn bis an sein Lebensende? Was ist dran an dem sich aus der "Wende"-Zeit" fortschleppenden Verriss, er sei ein "notorischer Lebenslügner"? Der renommierte Historiker der DDR-Geschichte Martin Sabrow hat über ihn ein umfängliches, erkenntnisreiches und spannend zu lesendes Buch publiziert, das vom Kulturwissenschaftler Horst Groschopp rezensiert wird.

Ein Pfarrer verbrennt sich

Ein ungewöhnliches Buch über den "Fall Brüsewitz" liegt vor. Es ist mit fast 700 Seiten trotz leserunfreundlicher kleiner Schrift auch außerordentlich dick, geschrieben mit einer eigenwilligen Sicht auf die DDR und ihre Kirchengeschichte, entwickelt aus der Mehrseitenbetrachtung der historischen Realität, die akribisch erkundet wird.

Diskriminierungsrisiko: Weltanschauung

Ein Bekenntnis zum Humanismus ist nicht karrierefördend. Eine solche steile These ergibt sich zwar nicht zwingend als das Ergebnis einer Studie des Rechtsanwaltes und Philosophen Dr. Thomas Heinrichs für die "Antidiskriminierungsstelle des Bundes". Sie wäre aber ein gutes anschließendes Diskussionsthema. Die Studienergebnisse von Heinrichs wurden jetzt veröffentlicht. Der Kulturwissenschaftler Dr. Horst Groschopp interviewte den Autor.

Pluralistische Religionspolitik

Das Anwachsen der Gruppe der Konfessionsfreien und das Hinzukommen des Islam unterziehen die deutsche Religions- und Weltanschauungsfreiheit einer Prüfung, die zu einem reformierten Religionsrecht führen sollte, das kein herkömmliches Staat-Kirchen-Recht mehr sein kann. So die Tendenz von Hans Markus Heimann im vorliegenden Buch. Seine Vorschläge haben eine gewisse Nähe zu denen des HVD, den der Autor aber wahrscheinlich gar nicht kennt. Eine große Distanz zu "laizistischen Puristen" durchzieht die Publikation, die von Horst Groschopp im Folgenden rezensiert wird.