Ausstellung

Eine Äffin lernt die Menschen verstehen

BERLIN. (hpd) "Wird Koko die erste weiße protestantische Gorillafrau?" fragt eine männliche Stimme in Barbet Schroeders "Koko, die sprechende Gorillafrau". Der 1978 gedrehte Dokumentarfilm läuft derzeit in der Ausstellung "Ape Culture/Kultur der Affen" im Berliner Haus der Kulturen der Welt. Mit 300 Worten der Taubstummensprache, die Koko produzieren konnte, 300 weiteren, die sie verstand, konnte sie sogar lügen, aber scheinbar auch ihr Gewissen erkunden.

Schimpanse (Standfoto)

Forscher als Foltermeister

BERLIN. (hpd) Am 29. April eröffnet das Haus der Kulturen der Welt die Ausstellung "Ape Culture/Kultur der Affen". 17 internationale Gegenwartskünstler haben sich eigens an diesem Thema abgearbeitet. Ausgangspunkt und Zentrum der Schau ist der Dokumentarfilm "Primate" von Frederick Wiseman aus dem Jahr 1974 über das Yerkes-Primatenforschungszentrum in Atlanta. Für sein Gesamtwerk wurde der Regisseur 2014 bei den Filmfestspielen in Venedig ausgezeichnet.

Guy und Speck (1980-81)

Hundeträume

BERLIN. (hpd) "Mich interessiert der Mensch als Tier ungemein. Dass ich gern nach Aktmodellen arbeite, rührt zum Teil daher", sagte Lucian Freud einmal, Porträtist keiner geringeren als der Königin Elisabeth II, dessen Werke in der Tate Modern in London hängen. Aber auch von Tieren fertigte er regelrechte Porträts an. Das zeigt eine Ausstellung, "Lucian Freud und das Tier", im Museum für Gegenwartskunst in Siegen.

Traditionelles jüdisches Beschneidungswerkzeug (im Jewish Museum (New York City)), 19. Jahrhundert (CC BY-SA 2.0)

"Haut ab!" enttäuscht

BERLIN. (hpd) Bereits seit Ende Oktober gibt es im Jüdischen Museum Berlin eine Sonderausstellung, die Besucher über die Tradition der (jüdischen) Beschneidung unterrichten soll. Der hpd hat bereits einmal über diese Ausstellung kritisch berichtet, nun, da die Ausstellung sich ihrem Ende nähert, war unsere Autorin, die Religionswissenschaftlerin Eva Matthes, ebenfalls dort.

Trauerflor an der Kulturbühne Hinterhalt

Der Freche Mario verneigt sich

MÜNCHEN. (hpd) Sie verneigen sich, der große Dicke mit der gestreiften Hose und der Kleine mit einer Rose in der rechten Hand, mit todtraurigen Gesichtern und geschlossenen Augen. Neben ihnen der kleine Hund, der traurig und ratlos aus der Zeichnung heraus auf uns genauso Ratlose blickt…

Mark Dion - Spidermonkey

Auf dem Rücken der Tiere

BERLIN. (hpd) Vom idealisierten Tier zum Tier als leidenden Wesen wandelt sich das Bild des Tieres in der Kunst vom 20. zum 21. Jahrhundert. Auch in der Kunst wird es zunehmend zum Subjekt. Das zeigt eine Ausstellung in Dortmund, in der es um Tiere und Menschen geht.

Traurige Allianzen

BERLIN. (hpd) Noch bis zum März 2015 ist im Jüdischen Museum Berlin die Ausstellung “Haut ab! Haltungen zur rituellen Beschneidung” zu sehen. Der Tenor der zahlreichen medialen Berichterstattung preist geradezu einmütig einen angeblich hohen Wert der Themenaufarbeitung und eine vielschichtige, sachliche, unaufgeregte und informative Darstellung. Wir waren vor Ort.

Museum der Geschichte der Polnischen Juden POLIN in Warschau

Tausend Jahre Gedenken

POLEN. (hpd) Ende Oktober eröffnete das Museum der Geschichte der Polnischen Juden POLIN in Warschau seine Dauerausstellung über die tausendjährige Vergangenheit der polnischen Juden. Damit kehrt nach dem zweiten Weltkrieg und der Judenverfolgung ein Stück mehr Normalität in Europa ein. Doch den düsteren Alltag in Polen sollte man nicht vergessen.

Ein Künstler in Zeiten der Glaubenskämpfe

CHEMNITZ. (hpd) Pieter Bruegel war Bauernmaler und Humanist. Inspiriert durch die mittelalterlichen Phantasien eines Hieronymus Bosch, war er besessen von einem aufklärerischen Impetus wie Goya. Die Kunstsammlungen Chemnitz zeigen derzeit mit “Peter Bruegel d. Ä. und das Theater der Welt” sein komplettes druckgrafisches Werk, in der Zeit der Glaubenskriege entstanden und immer noch hochaktuell.