Drogenpolitik

Rundgelutschter, der du bist im Himmel

Ein Würzburger Pfarrer will jetzt Gott beim Whiskytrinken erleben. Glaube sei nämlich ein "Geschmackserlebnis" und habe mit "Achtsamkeit" zu tun: In einer neuen Lifestyle-Wendung wird die absurde Idee von einem allmächtigen Wesen uns nun als Wellnessprodukt angepriesen.

Philine Edbauer, Mitbegründerin SUBSTANZ-Arbeitsgruppe

Drogenpolitik versus Selbstbestimmung

SUBSTANZ - unter diesem Titel engagiert sich eine Arbeitsgruppe für den selbstbestimmten Gebrauch psychoaktiver Substanzen, für eine Drogenpolitik, die auf rational-kritischem Vorgehen sowie allgemein menschlichen Grundsätzen basiert. Ihre Kernaussage ist: "Abstinenzdogma ist wider die menschliche Natur; jede erwachsene Person sollte über ihr Bewusstsein und ihren Körper selbst bestimmen ... dürfen!" Für den hpd sprach Evelin Frerk mit Philine Edbauer, Mitbegründerin von SUBSTANZ.

Kokain

Legalize and humanize it!

BERLIN. (hpd) Seit einiger Zeit wird beim hpd über die Legalisierung von Drogen diskutiert. Die Partei der Humanisten (PdH) fordert in ihrem Grundsatzprogramm, "Drogen grundsätzlich zu legalisieren". Generalsekretär David Helmus erläutert für die "Arbeitsgruppe Drogenpolitik", warum die Prohibition gescheitert ist und kein Weg an einer vernünftigen, verantwortungsbewussten und umfangreichen Legalisierung – und damit erst möglichen Regulierung – vorbeiführt.

Hanfparade 2014 Berlin

Nicht die Drogenfreigabe ist humanistisch – aber die Freiheit des Individuums ist es

BERN. (hpd) Im scheinbar ergebnisoffen mit "Wäre eine Drogenfreigabe wirklich humanistisch?" betitelten Artikel erläutert der Autor Dennis Riehle, warum er gegen jegliche Liberalisierung von Drogen ist. Dagegen ist erstmal nichts einzuwenden; es ist sein gutes Recht, seine Meinung zu vertreten. Unsäglich ist hingegen seine Vereinnahme des Begriffs "Humanismus" und die Verquickung desselben mit seiner persönlichen Meinung. Ausserdem strotzt der Text vor Fehlern, Missverständnissen und offensichtlicher Unkenntnis der Faktenlage.

Cannabis

"Legalize it!"

BERLIN. (hpd) Der Autor Dennis Riehle hat in einem Kommentar beim Humanistischen Pressedienst gefordert, die Freigabe auch sog. "weicher" Drogen generell zu verbieten. Das fordert Widerspruch regelrecht heraus. Frank Nicolai erklärt, weshalb die Legalisierung eher positiv für die Gesellschaft wäre.

Wäre eine Drogenfreigabe wirklich humanistisch?

BERLIN. (hpd) Zuletzt war es Volker Beck, der damit überraschte. Offenbar hatte er es getan – und unzählige andere Bundesbürger auch. Der Besitz und Konsum von Drogen ist in Deutschland weiterhin ein Tabu-Thema – und wird nur öffentlich, wenn die Boulevard-Presse plötzlich auf einen Skandal aufmerksam wird. Doch abseits der Promi-Welt ist in vielen Großstädten das Problem der Abhängigkeiten von harten Substanzen zum Problem geworden. Kritiker der Strafbarkeit sagen, es sei das Verbot, das den eigentlichen Kick ausmache – und damit Besitz, Handel und Einnahme der Drogen überhaupt erst attraktiv werden ließen.

Legalize it?

(hpd) Die Linke sprach sich am vergangenen Wochenende für die Legalisierung aller Drogen aus. Für den „Krieg gegen Drogen“ werden jährlich weltweit Milliarden ausgegeben, mit dem Effekt, dass Drogen immer besser und billiger werden und das Geld andernorts fehlt. Wer mit Drogen handelt, wird kriminalisiert und lebt deshalb in einer schwer kontrollierbaren Schattenwelt. Volljährigen Menschen wird vorgeschrieben, was sie nicht zu konsumieren haben. Macht das Sinn?