Ethikunterricht

Teilsieg für die entlassene Ethiklehrerin

BRIG-GLIS. (hpd) Der Bischof von Sitten schickte im letzten Frühjahr eine Ethiklehrerin in die Wüste. Jetzt hat sie einen ersten Teilsieg errungen: Der Walliser Staatsrat hat eine Beschwerde der Ethik- und Religionslehrerin Edith Inderkummen teilweise gutgeheissen und ihr eine nachträgliche Entschädigung für den Lohnausfall zugesprochen.

Die Heidenkinder müssen Ethik lernen

WIEN. (hpd) Die Diskussion um Ethikunterricht an Österreichs Schulen wird wird in den nächsten Tagen neu entflammen. In seinem neuen Buch fordert der katholische Theologe Anton Bucher, der Unterricht müsse flächendeckend eingeführt werden. Unterstützt von katholischen Medien, die ihn nur allzu gerne missverstehen.

Bischof von Sitten schickt Lehrerin in die Wüste

BRIG-GLIS. (hpd) Nach der Kruzifix-Affäre im Jahr 2010 zeigen die klerikalen und säkularen Kreise im Wallis erneut grosse Mühe mit der verfassungsmässigen Einhaltung der Glaubens- und Gewissensfreiheit. Betroffen ist diesmal die Religions- und Ethiklehrerin Edith Inderkummen, welche an der Orientierungsschule von Brig unterrichtete.

Die heilige Ethik in Österreich

WIEN. (hpd) Bald soll er doch kommen, der flächendeckende Ethikunterricht in Österreich. Für die Religionsgemeinschaften zu flächendeckend. Sie protestieren heftig gegen einen Vorschlag aus dem Unterrichtsministerium. Ihre Argumente muten teilweise wirr an.

Grünes Licht für Laizität in Tirol

HAIMING/Tirol. (hpd/gbs) Bei der 35. Landesversammlung der Tiroler Grünen wurde das über 19 Monate erarbeitete erste Tiroler Parteiprogramm gestern einstimmig beschlossen. Vergangenen September wurde bereits beim Bundeskongress der österreichischen Grünen das Thema „Trennung Staat und Religion” in Grundsatz-Beschlüssen verankert. Religion wurde auch bei der Tiroler Landesversammlung heiß diskutiert.

Ergebnis des Volksentscheids zur Disposition?

BERLIN. (hpd) In den laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU soll auch von den Vertretern der CDU die Einführung eines Wahlpflichtfachs Religion/Ethik gefordert worden sein. Das wäre ein klarer Versuch, das eindeutige Ergebnis des Volksentscheides vom 26. April 2009 auszulöschen.

Urteil: Atheisten haben kein Recht auf Ethik

FREIBURG. (hpd) Das Recht auf staatlich garantierten Religionsunterricht steht im Grundgesetz, ein Recht auf Ethikunterricht lässt sich nirgends herleiten. Die Verfassung will Atheisten diskriminieren. So urteilte am Freitag das Verwaltungsgericht Freiburg. Es wies die Klage einer konfessionsfreien Mutter ab. Sie hatte eine ethisch-moralische Bildung für ihre nichtreligiösen Kinder als verfassungsrechtlich gesicherten Anspruch gesehen. Dem erteilten die Richter eine klare Absage. Die Klägerin erklärte, in Berufung gehen zu wollen.

Ein Land sucht seine Ethik

WIEN. (hpd) Österreichs Konservative und Religionsgemeinschaften wollen Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen, zum Ethikunterricht zwangsverdonnern. Eine erste Stufe zur möglichen Einführung war eine Enquete im Parlament in Wien. Die Ergebnisse sind unklar.