Evolutionsbiologie

Neues Modell eines Neandertalers (Mann und Frau) im Neandertal-Museum

Früher Genfluss vom modernen Menschen zum Neandertaler

LEIPZIG. (mpg) Ein internationales Forscherteam hat mithilfe verschiedener DNA-Analysemethoden entdeckt, dass Neandertaler und moderne Menschen sich vor etwa 100.000 Jahren und damit mehrere Zehntausend Jahre früher als bisher bekannt vermischt haben. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass einige moderne Menschen bereits früh aus Afrika auswanderten und sich mit Neandertalern vermischten. Diese modernen Menschen starben aber später aus, gehören also nicht zu den Vorfahren heute lebender Nicht-Afrikaner, die erst vor etwa 65.000 Jahren Afrika verließen.

Evolution in die Schulbibliotheken!

OBERWESEL. (hpd) Wenige Tage nach der Veröffentlichung des Films "Big Family – Die phantastische Reise in die Vergangenheit" hat die Giordano-Bruno-Stiftung bekanntgegeben, dass sie das gleichnamige Buch 500 Grundschulbibliotheken kostenlos zur Verfügung stellen wird. "Die Evolutionstheorie ist die Grundlage des modernen Weltbildes, je besser man sie versteht, desto eher entwickelt man eine realistische Vorstellung von der Welt, in der wir leben, und desto geringer ist die Gefahr, fundamentalistischen Heilslehren auf den Leim zu gehen", erklärte GBS-Sprecher Michael Schmidt-Salomon das besondere Engagement der Stiftung.

Am Anfang war das Lachen

BERLIN. (hpd) Das menschliche Denken beschäftigt sich, wie das der Affen, zum größten Teil mit seinen Artgenossen. Das Nachsinnen über deren Absichten und die Herausforderung, mit ihnen klar zu kommen, machten den Menschen immer schlauer. Das Gehirn passte sich an und wuchs. Lange vor den Werkzeugen schufen sich die Menschen Instrumentarien aus Sprache, Musik und Tanz, was sie befriedete und zusammenhielt, so die These von Gamble, Gowlett und Dunbar.

Edward O. Wilson: Der Sinn des menschlichen Lebens

OSTERWITZ/AT (hpd) Ein Buchtitel, der Skepsis weckt. Wer kann sich zutrauen, den Sinn des menschlichen Lebens (aus evolutionärer Sicht) umfassend zu beschreiben? Der 86jährige, weltweit sehr bekannte amerikanische Biologe, Insektenkundler, Evolutionstheoretiker und Soziobiologe Edward O. Wilson – Träger zahlreicher hoher und höchster wissenschaftlicher Auszeichnungen sowie auch des Pulitzer-Preises – unternimmt das Wagnis.

"I think"

Eliezer Yudkowsky: Evolution – ein fremdartiger Gott

BERLIN. (hpd) "Ein faszinierender Aspekt der Evolutionstheorie ist", so Jacques Monod, "dass jeder denkt, er würde sie verstehen." Ein Mensch, der auf die Welt blickt, sieht stets einen Zweck in den Dingen. Die Beine eines Hasen, geschaffen, um zu rennen, die Zähne eines Fuchses, geschaffen um zu zerreißen. Doch was man sieht, entspricht nicht unbedingt dem, was ist…

Grab eines erwachsenen Mannes aus der Salzmünder Kultur

8.000 Jahre Anpassung hinterlassen Spuren in den Genen

JENA. (mpg) Die Erfindung der Landwirtschaft gilt als Revolution der Menschheitsgeschichte: Vor rund 7500 Jahren breiteten sich Ackerbau und Viehzucht in Mitteleuropa aus. Im Zuge dieser Entwicklungen musste sich der Mensch an neue Umweltbedingungen, ein verändertes Nahrungsangebot, sowie den engen Kontakt zu domestizierten Tieren und deren Krankheitserregern anpassen. Die damit verbundenen Selektionsprozesse spiegeln sich im Genom heutiger Europäer wider.

Moral vor Religion

BONN. (hpd) Der Primatenforscher Fans de Waal macht in seinem Buch "Der Mensch, der Bonobo und die Zehn Gebote. Moral ist älter als Religion" deutlich, dass es Kooperation und Moral eben auch schon bei den Affen und anderen Tieren gegeben hat und demnach nicht aus der Religion heraus entstanden ist.