Koordinierungsrat säkularer Organisationen e.V. (KORSO)

KORSO fordert die Abschaffung des Blasphemieparagraphen

Im Oktober 2020 hat Markus Grübel MdB (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit, in dem Zweiten Bericht der Bundesregierung zur weltweiten Lage der Religionsfreiheit festgestellt, dass in mehr als 70 Staaten "menschenrechtswidrige Blasphemiegesetze" gelten. Der Blick nach Deutschland zeigt: Auch hierzulande dient ein Blasphemiegesetz dazu, im Sinne von gewaltbereiten und den öffentlichen Frieden störenden religiösen Fundamentalisten die Meinungs- und Kunstfreiheit einzuschränken.

Die KORSO-Vertreter mit Dr. Konstantin von Notz (B´90/Grüne)

Säkulare Lobbyisten im Bundestag

Am 27. und 28. November 2019 traf sich eine Delegation des KORSO mit den religionspolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen, FDP, CDU, SPD und Die Linke in Berlin. 

Immer mehr Kirchenaustritte

Den Kirchen laufen die Mitglieder davon. Obwohl die deutsche Gesamtbevölkerung 2018 nur um 280.000 Personen angestiegen ist, verlor die katholische Kirche gegenüber dem Vorjahr rund 300.000 Mitglieder, die evangelische Kirche sogar 400.000. Die Gruppe der konfessionsfreien Menschen wiederum ist um mehr als 800.000 Personen gewachsen. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort.

Dr. Rainer Rosenzweig

"Miteinander reden statt übereinander!"

Der Wahrnehmungspsychologe Dr. Rainer Rosenzweig (50) wurde auf der letzten Ratsversammlung des Koordinierungsrats säkularer Organisationen (KORSO) von den Delegierten der Mitgliedsorganisationen zum Vorsitzenden gewählt. Inge Hüsgen sprach mit ihm über die Situation und die Zukunft des säkularen Spektrums in Deutschland.

KORSO wählte neuen Vorstand

Am vergangenen Samstag kamen in Kassel Delegierte aus säkularen Organisationen zur Ratsversammlung des Koordinierungsrats säkularer Organisationen KORSO zusammen. Dabei wurde ein neuer Vorstand gewählt und eine Resolution zum Verhältnis des Staates zu den Kirchen verabschiedet.

Arbeitsatmosphäre in den Arbeitsgruppen

Gemeinsame säkulare Positionen für die Zukunft

Am vergangenen Samstag fand im Rahmen der "Säkularen Woche der Menschenrechte" in Berlin auch eine KORSO-Strategieklausur statt. In lebendiger und konstruktiver Arbeitsatmosphäre kamen Vertreter verschiedener säkularer Organisationen zu einem Arbeitstreffen zusammen, um sich auszutauschen. Zum Schluss verabschiedeten sie eine gemeinsame Resolution.

"Nur ein säkularer, weltanschaulich neutraler Staat kann die Menschenrechte garantieren"

Das Finale der "Säkularen Woche der Menschenrechte" in Berlin fand am Sonntagvormittag statt, in Form einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "Wie sieht der säkulare Staat der Zukunft aus?". Michael Schmidt-Salomon, Ingrid Matthäus-Maier, Thomas Heinrichs und Bettina Jarasch sprachen, moderiert von Helmut Fink, über Religions- und Weltanschauungsunterricht, religiöse Diskriminierung und die Vereinbarkeit mit der Verfassung.

"Weltbürger statt Reichsbürger!"

Die universellen Menschenrechte sind durch den Vormarsch von Nationalisten und Fundamentalisten weltweit bedroht. Aus diesem Grund erinnert die "Säkulare Woche der Menschenrechte" (Berlin, 11.-18. November) an die weltbürgerliche Haltung, die der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" zugrunde liegt. Mit von der Partie sind u.a. Richard Dawkins, Hamed Abdel-Samad, Ingrid Matthäus-Maier, Michael Schmidt-Salomon, Mina Ahadi, Michael Shermer und Philipp Möller.