Religionsunterricht

Landestagung des Fachverbands Werte und Normen

Die diesjährige Landestagung des Fachverbands Werte und Normen in Kooperation mit dem Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) Niedersachsen findet am 7. und 8. Oktober 2022 zum Thema "Ethik und Gesellschaft" im Haus Humanitas in Hannover statt.

gbs-Landesverband veranstaltete Eltern-Workshop "Ethik statt Reli"

Die Regionalgruppen der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) im Landesverband Baden-Württemberg erreichen immer wieder Anfragen von Eltern, die sich nach Alternativen zum Religionsunterricht für ihr Kind erkundigen oder die über Probleme bei der Abmeldung vom Religionsunterricht berichten. Im Jahr 2021 hat sich im gbs-Landesverband eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit Fragen rund um den Ethik- und den Religionsunterricht befasst. Diese richtete nun erstmals einen Online-Workshop zum Thema aus.

Die zwei Gesichter des "Religionsunterrichts für alle"

Ende April erreichte in Hamburg eine Jubelmeldung zum Religionsunterricht die Öffentlichkeit. Schulsenator Rabe reagierte entzückt mit "religiös betrachtet ein Erdbeben" und ließ gleich vor der katholischen Akademie ein Video drehen für die Schüler*innen der Stadt. Was war geschehen? Der Hamburger Erzbischof Heße hatte bekannt gemacht, dass auch die katholische Kirche nun dem religionenpluralen Hamburger Modell beitritt. Damit haben jetzt die evangelische Kirche, drei muslimische Verbände, die alevitische Gemeinde, die jüdische Gemeinde und die katholische Kirche in Hamburg auf ihr Recht verzichtet, nach Artikel 7 (3) GG einen eigenen Religionsunterricht in der Schule anzubieten.

Hamburg: Alles in einen Topf beim Religionsunterricht

Die Stadt Hamburg hat nun festgelegt, dass ab dem kommenden Schuljahr alle Schülerinnen und Schüler an einem gemeinsamen Religionsunterricht teilnehmen sollen. Damit fallen zwar auch die einzelnen konfessionell gebundenen Religionslehren weg, der Ethikunterricht allerdings ebenfalls. Verfassungsrechtliche Bedenken hat die Hamburger Schulbehörde dabei keine.

72 Prozent für gemeinsamen Ethik-Unterricht

Alle Schüler sollten gemeinsam im Fach Ethik unterrichtet werden. Dafür sprechen sich 72 Prozent der 4.030 von der GfK repräsentativ ausgewählten Bürger im Alter von 18 bis 74 Jahren aus. Sowohl die Konfessionsfreien als auch die sich einer Religion zugehörig fühlenden Bürger stehen mit großer Mehrheit hinter einem Ethik-Unterricht für alle.

Ethikunterricht verringert Religiosität

Die Einführung des Ethikunterrichts als Alternative zum Religionsunterricht hat die Religiosität der Schüler*innen im Erwachsenenalter verringert. Gleichzeitig hat sie traditionelle Geschlechterrollen zurückgedrängt und die Arbeitsmarktbeteiligung und Löhne erhöht. Das geht aus einer neuen Studie des ifo Instituts hervor.