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Foto: Evelin Frerk

Der Gotteslästerungsvorwurf als Waffe gegen Kunst und Kritik

Vortrag von Gunnar Schedel in Frankfurt am Main

Bereits wenige Tage nach den Morden an den Redakteuren der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo wussten CSU-Politiker, wie so etwas in Deutschland zu verhindern wäre: Es müsse umgehend der „Gotteslästerungsparagraph“ (§ 166 StGB) verschärft werden. Gunnar Schedel stellt den Zensurparagraphen und seinen Einsatz durch die deutsche Justiz anhand zahlreicher Beispiele vor und zeigt, wie dieser seit über 100 Jahren gegen Kunst und Kritik eingesetzt wird.

Vor diesem Hintergrund wird die Frage erörtert, was Satire alles darf und inwiefern die Debatte über den Islam in Deutschland die Antwort beeinflusst.

Gunnar Schedel schreibt für die atheistische Zeitschrift MIZ. Als Verleger des Alibri-Verlags gab er 2007 das „Ferkelbuch“ heraus, das die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen auf den Index der jugendgefährdenden Medien setzen lassen wollte.