Österreich

Berufung gegen umstrittenes Urteil

WIEN. (hpd) Eine umstrittene Klageabweisung im Zivilprozess gegen das Stift Admont wird zum Fall für das Oberlandesgericht Graz. Der Anwalt des Klägers hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Die Klage eines ehemaligen Schülers, der nach eigenen Angaben als Kind im Internat des Stiftsgymnasiums misshandelt und vergewaltigt worden war, wurde abgewiesen. Haftbar sei – wenn überhaupt – der Staat und nicht das Stift, hatte der Richter befunden.

"Überlebensfrage der Philosophie"

WIEN. (hpd) Immer mehr österreichische Philosophen wollen ihre Kenntnisse der Öffentlichkeit nicht nur in Analysen oder mit akademischen Veröffentlichungen zur Verfügung stellen. Sie wollen Menschen helfen, alltägliche Konfliktsituationen zu bewältigen. Der Verein für philosophische Lebensberatung bereitet in Wien und Graz einige Dutzend auf diese Aufgabe vor. Und hilft der Philosophie, wieder an die Öffentlichkeit zu treten.

Vergangenheit hat Zukunft

WIEN. (hpd) „Willkommen Zukunft“ lautet der Wahlkampfslogan der christsozialen ÖVP für die Nationalratswahl am kommenden Sonntag. Ein Slogan, den die Partei selbst nach Kräften konterkariert. Mit einer Vielzahl von Signalen versucht sie, die klerikal-konservative Kernwählerschaft zu mobilisieren. Inklusive Kandidatur einer katholisch-fundamentalistischen Netzwerkerin, wie der hpd exklusiv berichtet.

Haltet den Dieb!

WIEN. (hpd) Die Verantwortlichen des Stiftes Admonts stehen in Leoben (Steiermark) vor dem Zivilgericht. Ein ehemaliger Schüler ihres Stiftsgymnasiums fordert eine hohe Entschädigungen. Er sei in den 60-ern von Stiftspriestern vergewaltigt und geschlagen worden, sagt er. Das Stift will die Entschädigungszahlungen dem Staat umhängen.

Von der Umgehung der Umgehung

WIEN. (hpd) Die Religionsgesetzgebung in Österreich, heißt es, ist ein europaweites Modell für Pluralität und Toleranz. Das kann nur behaupten, wer sie nicht kennt. Das Modell ist geprägt von Mehrgleisigkeit, Schlamperei und Willkür. Das zeigt auch ein aktuelles Beispiel einer Religionsgemeinschaft, die bald anerkannt wird. Eine Analyse unseres Österreich-Korrespondenten Christoph Baumgarten.

Ministerin schiebt Verantwortung ab

WIEN. (hpd) Im Skandal um einen 14-Jährigen, der in der Untersuchungshaft vergewaltigt wurde, schiebt Justizministerin Beatrix Karl die Verantwortung ab. In einer Pressekonferenz am Freitag kritisierte sie die Richterin, die die U-Haft verhängt hatte. Und fühlt sich sonst in der Causa missverstanden. Karls Aussagen zu dem Skandal hatten in der vergangenen Woche für erhebliche Aufregung gesorgt.

Das Kreuz in der Kaaba

WIEN. (hpd) Widerstand gegen die (katholische) Kirche kommt in Österreich nicht nur von Religionskritikern und kritischen Kirchenmitgliedern. Am schärfsten ist der Gegenwind von der esoterischen Seite. Dort möchten einige einen Volksaufstand gegen die Kirchenhierarche herbeireden. Mit skurrilen Argumenten. Ein Gedächtnisprotokoll.