Politik

Säkulare begrüßen Beschneidungsurteil

BERLIN. (hpd) Das Urteil des Kölner Landgerichts über die Beschneidung des Penis von Kindern aus religiösen Motiven ist von säkularen Organisationen begrüßt worden. Die Kinderrechte gestärkt sieht der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten, die Laizisten in der SPD begrüßten die juristische Neuvermessung der Reichweite der Religionsfreiheit.

Das Kölner „Beschneidungs-Urteil“

KÖLN. (hpd) In einem Urteil hat das Kölner Landgericht entschieden, dass die Beschneidung nicht einwilligungsfähiger Jungen aus religiösen Gründen eine strafbare Körperverletzung darstellt und hat damit das vorherige Urteil des Amtsgerichts Köln aufgehoben. Erste Reaktionen zeigen einen erheblichen religiösen Widerstand.

Zur Ethik der Rechtsordnung

(hpd) Die komplexe, kenntnisreiche Abhandlung beginnt mit dem Satz des Vordenkers der Weimarer Reichsverfassung Hugo Preuß: „ubi societas, ibi ius; wo eine Gemeinschaft ist, da ist ein Recht“. Es endet mit dem Satz, der 1948 bei der Vorbereitung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland an die Spitze gestellt worden ist: „Der Staat ist um des Menschen willen da, nicht der Mensch um des Staates willen.“

„Dann hätte ich einen Präzedenzfall“

TRIER. (hpd) Was hat die Sicherungsverwahrung für Schwerstkriminelle mit Heimkindern zu tun? Wieso ist ein juristisch schwieriger Weg relativ und könnte die Situation verändern, gar einen Präzedenzfall schaffen? Der Ansatz geht nicht vom Individuum, sondern von der Verantwortung des Staates aus. Der hpd sprach mit dem Rechtsanwalt Robert Nieporte.

„Der Kreationismus ist definitiv ein Problem“

OLDENBURG. (hpd) Evolutionsbiologie am Anfang des 21. Jahrhunderts – Dazu beginnt am 29. Juni eine Tagung der Evangelischen Akademie im Rheinland in Kooperation mit der AG Evolutionsbiologie. Die Referentin Anna Beniermann berichtete im Interview vorab über die kreationistische Szene in Deutschland.

Vergessene Ideale, Eurokrise und Zukunft

(hpd) Die Politikerin Sahra Wagenknecht formuliert in ihrem Buch einerseits eine Kritik am gegenwärtigen Kapitalismus und andererseits die Grundzüge eines „kreativen Sozialismus“. Während sie für den erstgenannten Gesichtspunkt gut belegte Argumente vorbringen kann, bleibt das propagierte Alternativmodell doch überaus diffus.

Der wahabitische Heilige Stuhl

WIEN. (hpd) Der außenpolitische Ausschuss des Parlaments hat dem „König-Abullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog“ in Wien den Status einer „Organisation mit Völkerrechtspersönlichkeit“ zugesprochen. Das wertet das Prestigeprojekt des saudischen Königshauses auf, das Kritiker vor allem als PR-Gag sehen.

Great Ape Project kritisiert deutsche Zoos

HAMBURG. (hpd/gbs) Gut ein Drittel der deutschen Zoos dürften keine Menschenaffen halten. Auch in den meisten anderen Zoos hierzulande sind die Haltungsbedingungen mangelhaft. Dies geht aus einer Untersuchung von Colin Goldner hervor, deren zentrale Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "National Geographic" veröffentlicht wurden.

Wie die EKD Verfassungsrichter manipuliert

BERLIN. (hpd) Der Kritik an ihren Privilegien haben die beiden Großkirchen argumentativ nichts entgegenzusetzen. Was macht man in einer solchen Situation? – Man ruft jemanden, der sich mit so etwas auskennt. In einer Situation ohne Argumente sind dies Theologen. Lassen Sie sich einladen zu einem Erkundungsgang in die Welt der Petra Bahr, Kulturbeauftragte der EKD.