Wissenschaft

Schimpansengruppe im Leipziger Zoo

Schimpansen besitzen Dialekte

Eine neue Studie über wild lebende Schimpansen (Pan troglodytes verus) im Taï-Nationalpark in der Elfenbeinküste zeigt, dass die Gesten, mit denen Schimpansenmännchen aus vier benachbarten Gruppen Weibchen zur Paarung auffordern, unterschiedliche Dialekte widerspiegeln könnten. Eine Geste, die hauptsächlich in einer der Gruppen verwendet wurde, verschwand nach einem Wildereivorfall vor 20 Jahren aus dem Repertoire und wurde in dieser Gesellschaft nicht wieder beobachtet. 

Wer Fake News auf den Leim geht – und weshalb

Auf Schlagzeilen mit Falschnachrichten fallen Menschen mit jedem Bildungsstand herein, vor allem wenn die Nachricht zur eigenen Überzeugung passt. Warum das so ist und was gegen den Glauben an Fake News helfen kann, hat ein Forschungsteam am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersucht. Die Studie wurde jetzt im renommierten Fachjournal PNAS veröffentlicht.

Steckt die Astrophysik in einer Sackgasse?

Am Donnerstag dieser Woche ist um 20:15 Uhr der Astrophysiker Dr. Marcel Pawlowski zu Gast im Kortizes-Onlineformat "Sternenklar". Er berichtet über eines der größten ungelösten Rätsel der modernen Physik: Die Dunkle Materie in Galaxien und in der Kosmologie. Der Wissenschaftler stellt dem Konzept der Dunklen Materie eine kontroverse, aber in bestimmten Fragen sehr erfolgreiche alternative Hypothese der Modifizierten Newton'schen Dynamik gegenüber.

US-Studie über Zusammenhang von gesellschaftlicher Entwicklung und Fertilität

Die Geburtenraten in den Industrieländern sind weltweit rückläufig, ein Trend, der oft mit wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung in Verbindung gebracht wird. Eine Studie unter der Leitung von Henrik-Alexander Schubert vom MPIDR zeigt, dass die Geburtenraten tatsächlich steigen können, wenn die gesellschaftliche Entwicklung ein hohes Niveau erreicht hat, ein Muster, das als "J-Form" bekannt ist. Dieser Zusammenhang scheint sich jedoch nach 2010 verschoben zu haben, möglicherweise beeinflusst durch die Wirtschaftskrise 2007/2008 und den Wandel gesellschaftlicher Werte.

Kritisch Denken lernen – ein neuer Ansatz für die Schulen

Am Donnerstag, dem 30. Januar, ist der Pädagoge und Wissenschaftskommunikator André Sebastiani live online zu Gast im "Humanistischen Campus". Die Zukunft war früher auch besser, sagte einst Karl Valentin. Angesichts der rasanten Entwicklungen der Gegenwart, wie etwa der Künstlichen Intelligenz, ist die Zukunft in jedem Fall ungewisser denn je. Doch wie bereiten wir die Kinder und Jugendlichen darauf vor die unbekannten Herausforderungen von Morgen zu meistern?

Unsere Vorfahren lebten vor drei Millionen Jahren vegetarisch

Vormenschen wie der Australopithecus, der vor etwa 3,5 Millionen Jahren im südlichen Afrika lebte, haben kein oder kaum Fleisch gegessen – das haben Tina Lüdecke und ihr Team am Max-Planck-Institut für Chemie mithilfe einer Isotopenmessung an fossilen Zähnen nachgewiesen. Die Mainzer analysierten zusammen mit Forschenden von der Witwatersrand-Universität in Südafrika Zahnschmelzproben von sieben Vormenschen. Das Verhältnis von schweren zu leichten Stickstoffisotopen zeigte, dass Fleisch, wenn überhaupt, nur selten auf dem Speiseplan der Australopithecinen stand.

Doctor propter fidem

Mit einem Ehrendoktortitel sollen akademische Verdienste gewürdigt werden. Doch der Anspruch auf Wissenschaftlichkeit leidet, wenn Journalisten lediglich für ihr publizistisches Engagement zur Präsenz religiöser Fragestellungen und zur öffentlichen Wahrnehmung hoher christlicher Feiertage ausgezeichnet werden.

KI-generiertes Bild eines Gehirns

Besitzt der Mensch einen freien Willen?

"Der Mensch kann tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will." In der Frage, ob der Mensch sein Handeln selbst bestimmt, vertrat der Philosoph Arthur Schopenhauer einen klaren Standpunkt: Einen freien Willen gibt es nicht! Bis heute haben Philosophie und Wissenschaft keine endgültige Antwort darauf gefunden. Für Herwig Baier vom Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz liegt das vor allem an den unterschiedlichen Begriffen von Freiheit.

Atlantis

Die Ariosophie – Eine Spurensuche

Antisemitismus und Arierkult: Viele heidnische Gemeinschaften distanzieren sich heute ausdrücklich von solchem Gedankengut. Anders war es in der Ariosophie. Diese Pseudoreligion verschmolz Anfang des 20. Jahrhunderts rassistische, esoterische und theosophische Elemente miteinander. Nach Ansicht ihrer Anhänger sollte sie das Christentum, insbesondere den Katholizismus, in Deutschland ersetzen.