Wissenschaft

Relief in der Grabkammer des Nefermaat

Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem

JENA. (mpg) Vom Menschen unberührte Landschaften gibt es nirgendwo mehr auf der Erde, und zwar – von wenigen Ausnahmen abgesehen – schon seit Tausenden von Jahren nicht mehr. Das unterstreicht eine aktuelle in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichte Studie unter der Leitung von Nicole Boivin, Direktorin am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte und Wissenschaftlerin an der Universität Oxford. 

Die Büffeldemokratie

BERLIN. (hpd) Antilopen gelten gemeinhin nicht als besonders schlaue Tiere. Dennoch lässt sich an ihnen einiges über Gruppenentscheidungen, Motivation und Manipulation studieren, kurz, Verhaltensweisen, die in der Politik und Marktwirtschaft wichtig sind. Sie waren Léo Grassets Forschungsobjekte in der Savanne Simbabwes. In "Giraffentheater" präsentiert er rasant komisch Populärwissenschaft, die zündet.

Tierische Tüftler, Trickser und Trendsetter

BERLIN. (hpd) Vor 100 Jahren entdeckte Wolfgang Köhler die Einsicht der Schimpansen, wenn sie Kisten auftürmen, um an eine Banane zu gelangen, Konrad Lorenz später die artspezifischen Instinkte, Frederick Skinner das assoziative Lernen. Frans de Waal begründete die evolutionäre Kognitionsforschung darüber, wie Sinneseindrücke in Wissen umgewandelt werden, und dessen Anwendung als Antwort auf eine sich verändernde Umwelt. Wie Tiere Lösungen suchen, sammeln und speichern, beschreibt er in seinem jüngsten Buch.

Syrische Flüchtlinge im jordanischen Flüchtlingslager Zaatari

"Wir wissen viel zu wenig über Migration"

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Science" fasst Frans Willekens, Migrationsexperte am Max-Planck-Institut für demografische Forschung, gemeinsam mit drei weiteren Migrationsexperten den aktuellen Stand des Wissens um die weltweiten Migrationsströme zusammen. Die Wissenschaftler liefern ein eher ernüchterndes Bild.

Schimpansenmutter mit ihrem Jungen. Die Tiere verbringen viel Zeit mit ausgedehnten Verhandlungen.

Menschenaffen kommunizieren kooperativ

SEEWIESEN. (mpg) Menschliche Sprache ist ein kooperatives Zusammenspiel und beinhaltet schnelle Rollenwechsel. Diese Art der kooperativen Kommunikation könnte als Teil genereller kooperativer Fähigkeiten entstanden sein, die für den Menschen einzigartig sind. In einer artübergreifenden Studie an Bonobos und Schimpansen im Freiland haben Forscher der Humboldt Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen jetzt jedoch gezeigt, dass die gestische Kommunikation von Menschenaffen ähnliche kooperative Grundelemente und Rollenwechsel aufweist wie unsere menschliche Sprache.

Fronleichnamsprozession in Meckenbeuren im Jahr 2007

IQ-Test Christentum

BERLIN. (hpd) Wer Macht ausüben möchte, der benötigt eine überdurchschnittliche Intelligenz, die häufig auch dazu genutzt werden muss, die Massen nicht in alles einzuweihen. Damit jedoch intelligente Menschen, die dieses Spiel durchschauen, nicht aus dem Konsens des Für-Dumm-Verkaufens ausscheren, müssen sie zu Eingeweihten der Machtelite werden können, die als Erkennende das System unterstützen. Religionsbegründer bauen daher Intelligenztests in die Glaubensinhalte ein, die sich als Satiren erkennen lassen.

Rapsfeld

Glyphosat: Der Stellvertreterkrieg

BERLIN. (hpd/gwup) Vor einigen Tagen veröffentlichte die "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften" (GWUP) eine Pressemitteilung, in der mehr Vernunft in der Diskussion um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat gefordert wurde. Darauf gab es viele kritische Kommentare, die der Vorsitzender der GWUP, Amardeo Sarma, zum Anlass nahm, auf die Diskussion noch einmal genauer einzugehen.

Lesbische Berggorillas

Lesbische Berggorillas

BERLIN. (hpd) Ein australisches Forscherteam dokumentierte in Ruanda erstmals homosexuelle Akte weiblicher Berggorillas. Während Homosexualität bei männlichen Individuen vieler Primatenarten bereits gut belegt ist, wurde die weibliche Homosexualität unter Primaten bisher weniger intensiv untersucht.

Tabakschwärmer

Erneute Bestätigung für Darwin

JENA. (mpg) Dass die äußerliche Erscheinung verschiedener Bestäuber auffallend zur Blütenform der von ihnen besuchten Pflanzen passt, fiel dem Naturforscher Charles Darwin schon vor mehr als 150 Jahren auf. Er beschrieb die im Laufe von Koevolution entstandene äußere Übereinstimmung von Blüten- und Bestäubern als perfektes Ergebnis gegenseitiger Anpassung. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie aus Jena ist ein eindrucksvoller Beleg von Darwins Beobachtung gelungen.

Rapsfeld

Vernunft statt Angstmache!

ROSSDORF. (gwup) Die Bundesregierung will eine zukünftige Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat in der EU nicht unterstützen. Mit dieser Entscheidung gegen jede wissenschaftliche Vernunft setzen die Politiker die Gesundheit der EU-Bürger auf Spiel, kritisieren die GWUP e.V. (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) und der Deutsche Konsumentenbund e.V. (DKB). Darüber hinaus würde ein Aus für Glyphosat die Erträge der Landwirtschaft gefährden und zur Zerstörung der Umwelt beitragen, so die Verbände weiter.