Wissenschaft

Am Anfang war das Lachen

BERLIN. (hpd) Das menschliche Denken beschäftigt sich, wie das der Affen, zum größten Teil mit seinen Artgenossen. Das Nachsinnen über deren Absichten und die Herausforderung, mit ihnen klar zu kommen, machten den Menschen immer schlauer. Das Gehirn passte sich an und wuchs. Lange vor den Werkzeugen schufen sich die Menschen Instrumentarien aus Sprache, Musik und Tanz, was sie befriedete und zusammenhielt, so die These von Gamble, Gowlett und Dunbar.

Edward O. Wilson: Der Sinn des menschlichen Lebens

OSTERWITZ/AT (hpd) Ein Buchtitel, der Skepsis weckt. Wer kann sich zutrauen, den Sinn des menschlichen Lebens (aus evolutionärer Sicht) umfassend zu beschreiben? Der 86jährige, weltweit sehr bekannte amerikanische Biologe, Insektenkundler, Evolutionstheoretiker und Soziobiologe Edward O. Wilson – Träger zahlreicher hoher und höchster wissenschaftlicher Auszeichnungen sowie auch des Pulitzer-Preises – unternimmt das Wagnis.

Verhaltensapparaturen

Relative Wahrnehmung der Welt

MARTINSRIED. (mpg) Wird der Preis eines Produktes herabgesetzt, erhöht sich die Kaufbereitschaft – das Produkt erscheint preiswerter, obwohl es vielleicht immer noch zu teuer ist. Unsere Wahrnehmung der Welt ist somit oft relativ: Wir vergleichen, was wir sehen, mit einem Bezugspunkt – hier mit dem Preis vor dem Rabatt. Das Gleiche gilt für die Wahrnehmung von Helligkeitsreizen.

Maschinen das Lernen beibringen

ZÜRICH. (hpd) Für Menschen, und generell für Tiere, ist es selbstverständlich; Maschinen müssen es dagegen erst lernen: das Lernen. Um ihnen dabei zu helfen, gründen die Max-Planck-Gesellschaft und die ETH Zürich das Max Planck ETH Center for Learning Systems.

"I think"

Eliezer Yudkowsky: Evolution – ein fremdartiger Gott

BERLIN. (hpd) "Ein faszinierender Aspekt der Evolutionstheorie ist", so Jacques Monod, "dass jeder denkt, er würde sie verstehen." Ein Mensch, der auf die Welt blickt, sieht stets einen Zweck in den Dingen. Die Beine eines Hasen, geschaffen, um zu rennen, die Zähne eines Fuchses, geschaffen um zu zerreißen. Doch was man sieht, entspricht nicht unbedingt dem, was ist…

Albert Einstein, 1916

Einsteins Geniestreich als Jahrhundertwerk

TÜBINGEN. (hpd) Vor genau 100 Jahren reichte Albert Einstein einen kurzen Aufsatz "Die Feldgleichungen der Gravitation" bei den "Sitzungsberichten der Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin" ein. Der Eingangsstempel des dreieinhalbseitigen Artikels an jenem 25. November 1915 markiert den eigentlichen Geburtstag der Allgemeinen Relativitätstheorie. Nach acht harten Jahren voller Irrungen und Wirrungen hatte Einstein sein Jahrhundertwerk damit zwar noch nicht ganz abgeschlossen, aber im Wesentlichen vollendet. 

Heinz Oberhummer (2011)

Prof. Dr. Heinz Oberhummer gestorben

BERLIN. (hpd) Heute wurde bekannt, dass der Professor für Theoretische Physik am Atominstitut der Technischen Universität Wien, Dr. Heinz Oberhummer, am gestrigen Dienstag in Wien verstorben ist. Oberhummer war der Allgemeinheit vor allem als Teil der "Science Busters" bekannt.

Grab eines erwachsenen Mannes aus der Salzmünder Kultur

8.000 Jahre Anpassung hinterlassen Spuren in den Genen

JENA. (mpg) Die Erfindung der Landwirtschaft gilt als Revolution der Menschheitsgeschichte: Vor rund 7500 Jahren breiteten sich Ackerbau und Viehzucht in Mitteleuropa aus. Im Zuge dieser Entwicklungen musste sich der Mensch an neue Umweltbedingungen, ein verändertes Nahrungsangebot, sowie den engen Kontakt zu domestizierten Tieren und deren Krankheitserregern anpassen. Die damit verbundenen Selektionsprozesse spiegeln sich im Genom heutiger Europäer wider.