Rezension

20. Juli 1944 / Eine Nachbetrachtung

Georg Elser, Stauffenberg und die Deutschen

In der Galerie deutscher Widerstandskämpfer führte Georg Elser bis vor wenigen Jahren ein Schattendasein. Anders als der vier Jahre ältere Graf von Stauffenberg eignete er sich nicht für die Rolle des staatlich verklärten Helden. 

Bei der Vorstellung des Buches

Gesammelte Schriften von Alexander von Humboldt erschienen

Der Andere Kosmos

"Es kann sein, dass wir irgendwann zu fernen Planeten reisen werden und dorthin werden wir dann unsere Mixtur aus Arroganz, Gier und Gewalt mitnehmen. Wir werden diese Planeten so veröden, wie wir es schon mit unserer Erde tun." Das ist nicht etwa ein Text der "Fridays-for-Future"-Bewegung, das ist ein Text, den Alexander von Humboldt Anfang des 19. Jahrhunderts geschrieben hat.

Frontalansicht der Roten Flora

Kritischer Kommentar zu einem Plädoyer der Gewalt

Gewalt und Vermittlung

Andreas Blechschmidt, Aktivist der Roten Flora in Hamburg, plädiert in seinem Buch "Gewalt, Macht, Widerstand" dafür, dass Militanz auch mit einer Vermittlung einhergehen müsse. Diese Gewaltbejahung ignoriert den enormen Schaden, der durch pseudoemanzipatorisches Gehabe für die legitimen Anliegen von Protestbewegungen entsteht.

Journalistisches über rechtextremistische Ökos und völkische Siedler

Völkische Landnahme

Andrea Röpke und Andreas Speit, beide bekannte Fachjournalisten zum Rechtsextremismus, berichten in ihrem neuen Buch "Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos" über die Instrumentalisierung des Naturschutzes und über völkische Siedler.

Rezension

Wir sollen die Geschichte vergessen?

Das Buch von Rudolf Burger "Wozu Geschichte? Eine Warnung zur rechten Zeit" ist die Neuauflage einer Ausgabe von 2013 und wurde durch ein Vorwort "zur rechten Zeit" aktualisiert. Es sammelt also Ideen und Zeitdiagnosen "aus rechter Sicht" und verpackt sie in den Mantel der Philosophie. Schließlich ist der Autor ein verbeamteter Schulphilosoph.

Doris Anselm "Hautfreundin – eine sexuelle Biografie"

Wörter sind empfindlich

Die Autorin schreibt über Sex. Na und? Ist das verwerflich? Das tun doch andere Schriftsteller auch. Ja, Männer hauptsächlich. Unwillkürlich ertappt man sich, dass man fast in der Befangenheitsfalle sitzt, wenn man als Mann über das Buch einer Frau schreibt – doch dieses Gefühl kommt seltsamerweise bei diesem Buch von Doris Anselm überhaupt nicht auf, vielleicht weil es so unaufdringlich ist.

Rezension

Der Heilige Zorn

Das Erstlingswerk der britischen Historikerin und Journalistin Catherine Nixey bietet tiefgründiges, umfangreiches Wissen zu einem düsteren Abschnitt der europäischen Kultur- und Geistesgeschichte.