Das 11. Gebot

Das von der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) getragene Aktionsteam "11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!" ist seit 2014 auf Kirchen- und Katholikentagen präsent und kritisiert vor Ort wie auch im Vorfeld die verfassungswidrige Subventionierung der Glaubensfeste aus öffentlicher Hand. Mittelpunkt der Kunstaktionen ist die rund drei Meter große Moses-Skulptur, die das 11. Gebot präsentiert, das da lautet: "Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!" 2017 erweiterte anlässlich des Reformationsjubiläums der "Nackte Luther" das Figurenrepertoire, der den allzu unkritischen Kult um den Antisemiten Martin Luther thematisiert. Seit 2020 unterstützt das Aktionsteam außerdem Betroffenenverbände sexueller Gewalt in der Kirche.

Artikel des Autoren

"Hängemattenbischof" vor dem Kölner Dom

Katholische Missionierung auf Staatskosten

Seit zwölf Jahren reist die Aktionsgruppe "11. Gebot" zu jedem Kirchen- und Katholikentag, um mit ihrer drei Meter hohen Moses-Figur an das "11. Gebot" zu erinnern: "Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!" Beim vom 13. bis 17. Mai stattfindenden Katholikentag in Würzburg wird "Moses" durch die bekannten Skulpturen des "Hängemattenbischofs" und des "Geldhamsters" unterstützt. Sie weisen auf einen "doppelten Skandal" hin: Während die katholische Kirche noch immer Millionenzuschüsse vom Staat kassiert, werden die Opfer sexueller Gewalt im Stich gelassen.

"Hängemattenbischof" vor dem Kölner Dom

Die "schonungslose Aufarbeitung" des Missbrauchsskandals in Paderborn

Anlässlich der Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens der Universität Paderborn zu den Missbrauchsfällen im dortigen Bistum ist das "Aktionsbündnis Betroffeneninitiativen" mit dem "Hängemattenbischof" der Giordano-Bruno-Stiftung vor Ort. Der Protest richtet sich dabei nicht nur gegen die schleppende Aufarbeitung der Missbrauchsfälle, sondern auch gegen ein kürzlich aufgestelltes "Mahnmal" im Paderborner Dom.

Theater Osnabrück

Kunstfreiheit statt Kirchenlobbyismus! – Wieviel Missbrauchsaufarbeitung verträgt die Öffentlichkeit?

Gemeinsam mit der Aktionsgruppe "11. Gebot" der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) lädt das künstlerische Team der vom Theater Osnabrück abgesagten Spielzeiteröffnung mit dem Stück "Ödipus Exzellenz" am 21. August zu einer Demonstration mit Podiumsgespräch vor dem Theater Osnabrück ein. Die Veranstalter organisieren damit zu der vom Theater für den gleichen Tag angekündigten Sonderveranstaltung zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche eine Alternativ-Bühne. Mit ihr möchte die das "11. Gebot" mit dem künstlerischen Team zur Absetzung des fertig geplanten Theaterstücks Stellung beziehen, eingeladen sind dazu Vertreter der lokalen Politik und des Bistums Osnabrück.

Der "Hängemattenbischof" in Eichstätt

Bistum Eichstätt verschleppt Missbrauchsaufklärung

Im Juni besuchte der "Hängemattenbischof" außerplanmäßig Eichstätt, was einen sofortigen Polizeieinsatz auslöste. Dies verbuchte das Aktionsteam als Einladung, noch in diesem Sommer Eichstätt erneut und diesmal mit einer Straßenaktion zu besuchen.

Der "Hängemattenbischof" in Freiburg

Entschädigung statt frommer Worte!

Die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) demonstriert mit zwei Kunstinstallationen heute in Hannover gemeinsam mit der Betroffeneninitiative Hildesheim gegen die Verschleppungstaktik der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Protestaktion findet anlässlich der für 12:30 Uhr angekündigten Veröffentlichung der großen Studie zu sexualisierter Gewalt in EKD und Diakonie statt.

"Moses" beim evangelische Kirchentag in Stuttgart 2015.

Kunstaktion zum Katholikentag kritisiert die Nähe des Staates zu den Kirchen

Mit einer religionskritischen Figurenparade demonstriert die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) vom 25.-29. Mai in der Stuttgarter Innenstadt anlässlich des Katholikentags gegen die zahlreichen Missstände im Verhältnis des Staates zu den Kirchen. Vergleiche mit anderen öffentlichen Subventionen zeigen, dass dieses Glaubensfest massiv bevorzugt wird. Die Frage, wo genau die Versammlung stattfinden darf, muss jedoch erst noch im Klageweg vor dem Verwaltungsgericht geklärt werden.

"Moses" verkündete des "11. Gebot"

Weltanschauliche Neutralität? Fehlanzeige!

Das von der Giordano-Bruno-Stiftung getragene Aktionsteam "11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!" hat ausgerechnet, mit wie viel Steuergeldern jeder Teilnehmer des 3. Ökumenischen Kirchentags gefördert wurde. Das Ergebnis ist – gerade im Vergleich zu anderen Veranstaltungen der Stadt Frankfurt – erschreckend hoch.

"11. Gebot" auf dem Frankfurter Römer

Religionskritische Figurenparade zum Ökumenischen Kirchentag

Mit drei Karnevalsfiguren demonstriert die Giordano-Bruno-Stiftung anlässlich des 3. Ökumenischen Kirchentags in Frankfurt auf dem Römer gegen die Subventionierung des Glaubensfestes mit Steuergeldern und die schleppende Aufarbeitung der Missbrauchsfälle innerhalb der Kirchen. Dem Protest mit dem "Hängemattenbischof" hat sich erneut das Aktionsbündnis Betroffeneninitiativen angeschlossen. Mit dabei ist auch ein mobiles Kirchenaustrittsbüro, da auch in Frankfurt kaum Termine für den Austritt verfügbar sind.