Online-Vortrag über die Suche nach Technosignaturen und außerirdischer Intelligenz
Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts
Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos; der Zoom-Link ist am Ende des Artikels angegeben.
Foto: Stephan Widua via Unsplash Unsplash License
Der Tag, an dem wir Kontakt aufnehmen, wäre vielleicht der bedeutendste der Menschheitsgeschichte. Was denken die Außerirdischen von uns? Was sind ihre Absichten und Fähigkeiten? Wie ähnlich sind sie uns, sowohl optisch als auch evolutionär und gesellschaftlich? Die Frage nach der Existenz und dem Wesen außerirdischen Lebens und vielleicht sogar außerirdischer Zivilisationen rührt tief am Verständnis des Menschen von seinem Platz im Universum. Dabei beflügelt sie die Kreativität sowohl von Wissenschaftlern als auch Künstlern und die Vorstellungen reichen von hoch entwickelten Superzivilisationen, die Dyson-Sphären um ferne Sterne errichten, bis zu künstlichen Intelligenzen, die lange nach dem Aussterben ihrer Erbauer weiter die Galaxis durchreisen.
Bisher herrscht allerdings Totenstille im All. Doch nicht mangels Versuchen, Belege für außerirdische Intelligenz zu finden. Astronomen suchen akribisch nach Technosignaturen in den Atmosphären von Exoplaneten und den Spektren von Sternen, forschen mit Radioteleskopen nach Botschaften aus dem All und überlegen sich, wo im Sonnensystem außerirdische Artefakte hinterlassen worden sein könnten. Dabei liegt zugrunde, was notwendigerweise in unserem eigenen Verhalten als menschliche Art wurzelt und Aufschluss über unseren eigenen Zustand und unsere Hoffnungen und Ambitionen gibt. Die Aussichten auf Erfolg bei der Suche sind unklar, doch die mögliche Bedeutung eines positiven Befundes könnte bedeutender sein als alles bisher Dagewesene.
In seinem Vortrag berichtet Rüdiger Vaas kenntnisreich und allgemeinverständlich von der astronomischen Suche nach extraterrestrischer Intelligenz und Technosignaturen und geht auf mögliche Erklärungen dafür ein, weshalb eine Entdeckung von Außerirdischen bisher noch nicht stattgefunden hat. Dabei thematisiert er auch die gesellschaftliche Bedeutung der Suche nach Aliens und mögliche Szenarien für die Folgen einer Entdeckung oder sogar einer Kontaktaufnahme.
Der Vortrag findet im Rahmen des Online-Vortragsformates „Sternenklar“ statt, das vom Institut für populärwissenschaftlichen Diskurs Kortizes in Zusammenarbeit mit der Astronomischen Gesellschaft in der Metropolregion Nürnberg veranstaltet wird. Dabei wird alle zwei Monate ein Thema aus Astronomie, Physik und Philosophie mit Bedeutung für das menschliche Weltbild und unsere Verortung im All behandelt. „Sternenklar“ wird geplant und moderiert von dem Astronomen Konstantin Haubner, der aktuell seine Doktorarbeit an der Universität Florenz beendet und ab 2027 als postdoktoraler Fellow am Südafrikanischen Radioastronomieobservatorium (SARAO) in Kapstadt tätig sein wird.
Weitere Informationen
Zugangslink (Einlass ab 20:15 Uhr)